Nahe des Pratersterns führt das Rote Kreuz ein Tageszentrum für Wohnungslose. Bis zu 150 Menschen pro Tag kommen hierher. Und es werden immer mehr, erzählen Betreuer.
Video: Leila Renn
„Ich hätte mir nie gedacht, dass ich heute hier bin und ein anständiges Leben führe“. Das sagt Nicole Stehlik. Sie war drogenabhängig und lebte teilweise auf der Straße. Heute hat sie mit ihrer Familie eine Wohnung und arbeitet im Team vom „Stern“. Das Tages- und Betreuungszentrum des Roten Kreuzes in der Nordbahnstraße bietet zwischen 8 und 18 Uhr einen Aufenthaltsraum für Menschen ohne Wohnung oder jene, die zwar eine Wohnung haben, aber diese im Winter nicht heizen können.
Duschen und Waschmaschine
Im „Stern“ gibt es nicht nur die Möglichkeit, ein Frühstück zu bekommen oder selbst zu kochen. Es gibt Duschen, Waschmaschinen und kostenlose Hygieneartikel. Es gibt auch die Peer-Mitarbeiterin Nicole, die sich zu den Besucherinnen und Besuchern setzt und einfach zuhört, wenn diese von ihren Problemen erzählen.
Da gerade in den kalten Monaten der Andrang besonders groß ist, hat das Rote Kreuz im Winter zusätzlich in nächster Nähe eine Wärmestube geöffnet. Leila Renn hat sich beide Einrichtungen angesehen und mit Betreuerinnen und Besuchern gesprochen.
Leila Renn
Leila Renn studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften in Wien. Danach arbeitete sie unter anderem als Kulturredakteurin und Podcastproduzentin für das Lokalradio der Uni Leipzig und war zuletzt als Videojournalistin bei „Puls4“ für das preisgekrönte Nachhaltigkeitsmagazin „Klimaheld:innen“ zuständig.






