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	<title>Menschen - Zwischenbrücken</title>
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		<title>„Was ich mir wünsche für Wien: mehr Empathie&#8220;</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/was-ich-mir-wuensche-fuer-wien-mehr-empathie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 03:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jazzgeiger Rudi Berger, 71, machte in den USA und Brasilien Karriere. Dann zog es ihn zurück ins Volkertviertel - dem Grätzl seiner Jugend.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/was-ich-mir-wuensche-fuer-wien-mehr-empathie/">„Was ich mir wünsche für Wien: mehr Empathie&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zwischenbruecken.at">Zwischenbrücken</a>.</p>
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<p><em>Der Jazzgeiger Rudi Berger, 71, machte in den USA und Brasilien Karriere. Dann zog es ihn zurück ins Volkertviertel &#8211; dem Grätzl seiner Jugend.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Der Jazzgeiger Rudi Berger in der Leopoldstadt." class="wp-image-25920" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/04/rudi-berger_04-03-26_CM88706_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Die Geige ist mein Instrument&#8220;: Rudi Berger kurz vor seiner Brasilien-Tournee in der Leopoldstadt. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Ich bin ein Kind der Leopoldstadt. Auf die Welt gekommen bin ich zwar im 16. Bezirk, im Krankenhaus. Aber bis zu meinem 30. Lebensjahr war ich im Zweiten zuhause, im Volkertviertel.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-als-kind-zur-volksmusik">Als Kind zur Volksmusik</h3>



<p>Mein Vater war aus dem Irak, aus Bagdad. Von ihm habe ich einen zweiten Vornamen, Khalid. Aber sonst nicht viel. Meine Mutter hatte das Gasthaus Sklar auf der Großen Stadtgutgasse, gleich neben dem Café Meran, bei der Rueppgasse. Weil sie dort rund um die Uhr gearbeitet hat, habe ich viel Zeit beim Großvater verbracht. Der war Volksmusikant, hat wirklich schön gesungen und war mein erster Mentor.</p>



<p>Was ich bei ihm gehört hab, habe ich nachgesungen und auf dem Klavier Ton um Ton nachgespielt. Mit sechs habe ich dann am Prayner Konservatorium den ersten Geigenunterricht bekommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-neue-geige-statt-alter-stradivari">Neue Geige statt alter Stradivari</h3>



<p>Seither lässt mich das Instrument nicht los. Ich habe eine umfassende und intensive Klassikausbildung genossen, bin also auch am Klavier ganz gut. Aber mit der Geige mache ich meine Themen, die Geige ist mein Instrument.</p>



<p>Zur Matura habe ich meine erste neue Geige bekommen, ein in Deutschland gebautes Instrument. Damals wollten alle unbedingt auf einer alten, einer historischen Geige spielen, einer Stradivari am liebsten. Ein neues Instrument – das war damals eindeutig uncool. Inzwischen hat sich das Meinungsklima gedreht. Und der Geigenbau hat eine echte Renaissance erlebt. In Frankreich, in Deutschland und auch in Wien werden Weltklasse-Instrumente gebaut. Ob alt oder neu, das ist heute keine relevante Frage mehr.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verleihung-des-goldenen-ehrenzeichens">Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens</h3>



<p>1993 habe ich mir dann in Amerika von David Burgess ein Instrument bauen lassen. Burgess ist ein großer Name. Er sitzt in Ann Arbor, Michigan und ist weltberühmt für seine Geigen, Bratschen und Celli. Mit meiner Burgess bin ich bis heute glücklich in aller Welt unterwegs. Jetzt bin ich bis Ende April auf Tournee in Brasilien. Als Abschluss und zum Dank für mein Zusammenarbeiten mit der brasilianischen Musikszene bekomme ich dort vom österreichischen Botschafter noch das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik verliehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-brasilien-new-york-wien">Brasilien &#8211; New York &#8211; Wien</h3>



<p>Dann geht’s zurück nach Wien. Ein bissl ausspannen und irgendwo in meinem geliebten Griechenland zwei, drei Wochen auf einem Strand batzen. Im Sommer werde ich dann wieder jeden Tag eine Stunde in der Alten Donau schwimmen. Und meine Musik und mein Violinspiel weiterentwickeln.</p>



<p>Wenn mir was einfällt, komponiere ich es auch gleich am Klavier. Ich brauche ja immer neues Material. Gerade ist mein achtes Album als Bandleader erschienen,&nbsp;<em>New Doors</em>. Das sind zum einen meine Eigenkompositionen. Zum anderen beschreibt es aber in einem großen Bogen meinen Lebensweg: Von Wien über New York nach Brasilien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-erste-komposition-mit-14">Erste Komposition mit 14</h3>



<p>1968 habe ich in der Wiener Stadthalle den Ray Charles gehört. Ich hab geplärrt. Seine Musik hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Und eine neue Welt eröffnet. Er ist bis heute mein&nbsp;<em>all-time-heroe</em>. Seither gibt’s kein Aufhalten mehr. Ich habe bald Blues und Pop für mich entdeckt. Dann Jazzrock und Soul.</p>



<p>Mit 14 habe ich meine ersten Lieder komponiert. Mit 15 hat mich der Al Cook,&nbsp;<em>The Lonliest Man in Town</em>, bei einem Festival gefragt, ob ich auf seiner Platte mitspielen will. Mit dem Harri Stoika hab ich gespielt, mit dem Karl Ratzer. Und in den 1970ern dann für drei Jahre lang fix mit dem Vienna Art Orchester. Irgendwann hat sich eine&nbsp;<em>jam session</em>&nbsp;mit Al Jarreau ergeben. In einem Keller in Wien. Und der hat gemeint, ich soll nach Amerika gehen. Mit 30 habe ich das schließlich gemacht.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zuhause-in-harlem-und-queens">Zuhause in Harlem und Queens</h3>



<p>14 Jahre lang war ich in New York City. Ich hab in Chelsea, in Harlem, in Queens, in Brooklyn gewohnt. Bei Freunden zuerst. Bescheiden. Mit wenig Geld. Acht Monate lang habe ich auf der Straße gespielt. Und eines Tages bin ich über eine Empfehlung mit meinem ersten Quartett für ein „Live Special“ beim legendären Jazz-Sender WKCR gelandet. Das war’s, fast von einem Tag auf den anderen war ich bekannt.</p>



<p>Ich habe Leute getroffen, bin weiter empfohlen worden und über die Musik von Astor Piazolla und den brasilianischen Gitarristen Toninho Horta schließlich nach Brasilien gekommen. Bis 2020 habe ich dort gelebt, mit meiner „<em>Three World Band</em>“ musiziert und als Gast-Solist Tourneen in Europa, Japan, Südamerika und den USA absolviert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ruckkehr-in-die-leopoldstadt">Rückkehr in die Leopoldstadt</h3>



<p>Seit ein paar Jahren hat mich die Leopoldstadt wieder. Ich wohne wieder in der<a href="https://www.zwischenbruecken.at/lifestyle/shopping-freizeit/foodcoop-ich-weiss-bei-uns-woher-die-lebensmittel-kommen/"> Großen Stadtgutgasse</a>. Seit längerem schon bin ich dabei, mir die Wohnung genau nach meinen Vorstellungen einzurichten. Da passt mir der Kasten nicht, dort ist der Teppich zu klein. Aber schön langsam wird’s. Ich schau drauf, dass ich im Kopf fit bleibe. Und fürs Kreuz geh ich zweimal die Woche zum Kieser und regelmäßig zum Powerwalken auf die Hauptallee. Das brauche ich als Ausgleich. Das Geigenspielen ist ja nicht unbedingt körperfreundlich.</p>



<p>New York fehlt mir ehrlich gesagt bis heute. Die Leute vor allem. Der Umgang miteinander. Die Menschen in Wien sind vergleichsweise ein bissl grob. Über die Amis gibt’s ja das Vorurteil, dass sie so oberflächlich seien, dass ihre Freundlichkeit nicht echt ist. Aber das habe ich nie so erlebt. Im Gegenteil. Mir haben Superstars locker auf die Schultern geklopft. Immer freundlich, alles entspannt, immer neugierig, immer interessiert.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="RUDI BERGER  Jazz Violinist  - Mini Portrait" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/PYNHEHpZ6Eo?start=21&#038;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<p><em>He has an attitude</em>, sagt man in Amerika, wenn einer überheblich, respektlos ist. Mir scheint, das passt aber eher zu Wien. Nicht zu Unrecht hat die Stadt ja den Ruf, die unfreundlichste der Welt zu sein. Aber zum Glück kenn ich eh nur die Ausnahmen.&nbsp;&nbsp;Aber was ich mir wünsche für Wien: mehr Empathie. Die Menschen sollten mit mehr Empathie aufeinander zugehen. Sie sollten sich nicht von oben auseinander dividieren lassen und stattdessen das Anderssein als Bereicherung, als interessant empfinden.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Link: </em><a href="http://www.rudiberger.com/">www.rudiberger.com</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Wir haben schon zu viel gebaut”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/wir-haben-schon-zu-viel-gebaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer&nbsp;and&nbsp;Christopher Mavrič]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 03:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Architekt Angelo Stagno, 64, will für den Kampf gegen die Klimakrise die Flaktürme im Augarten nutzen - und sie mit Regenwasser füllen.</p>
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<p><em>Der Architekt Angelo Stagno, 64, will für den Kampf gegen die Klimakrise die Flaktürme im Augarten nutzen &#8211; und sie mit Regenwasser füllen.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Angelo Stagno vor dem Flakturm im Augarten. " class="wp-image-25816" style="width:1024px;height:auto" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84657_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wann ist Bauen noch notwendig, fragt der aus Süditalien stammende Architekt Angelo Stagno. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>‘Du denkst wie ein Künstler’, wird mir gelegentlich vorgeworfen. Manchmal nennt man mich auch einen Träumer. Oder einen Visionär. Dabei komme ich aus einer sehr pragmatischen Ecke. Ich war Vermessungstechniker und habe als verbeamteter Ministerialangestellter am Nationalen Institut für Kernphysik in Frascati bei Rom gearbeitet. Ich war der Jüngste im Team um Carlo Rubbia, der damals gerade den Nobelpreis für Physik erhalten hatte.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-mit-der-vespa-nach-osterreich">Mit der Vespa nach Österreich</h3>



<p>Wäre ich im Amt geblieben, hätte man mich längst mit einer guten Pension in den Ruhestand versetzt. Aber mir wurde es nach einer Weile politisch und strukturell zu eng. Auch meine Herkunft spielte eine Rolle: Ich stamme aus Matera, bin also Süditaliener. Das wurde nicht immer geschätzt.</p>



<p>Ich habe also schon nach zweieinhalb Jahren gekündigt. Und bin mit meiner Vespa herumgekurvt, neugierig und voller Enthusiasmus. Ich bin in die Schweiz gefahren. Und nach Österreich. Ich wollte studieren, Geologie und Anthropologie haben mich interessiert. Bis eine Freundin gesagt hat: ‘Du bist doch Techniker, Du zeichnest gerne, mach doch Architektur’. Also habe ich in Innsbruck und an der Angewandten in Wien studiert und an der TU Wien mein Architektur-Diplom gemacht.</p>



<p>Das Bauen ist ja immer nur ein Teil der Arbeit eines Architekten. Es muss aber keineswegs der wichtigste sein. Mir geht’s um die Phänomenologie der Architektur. Mich interessieren die Konsequenzen der Architektur. Wann ist Bauen notwendig? Und wann sollte man stattdessen eine Umnutzung andenken? Man kann das Bauen nämlich auch gut vermeiden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Der Flakturm und Gärten im Augarten. " class="wp-image-25818" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84620_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Angelo Stagnos Idee: Die Gärten im Augarten könnten mit Regenwasser gegossen werden, das im Flakturm gespeichert wird. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Schauen wir uns mal die Flaktürme im <a href="https://www.zwischenbruecken.at/report/immer-aerger-im-augarten/">Augarten </a>an. Ich wohne ganz in der Nähe. Und sehe tagein, tagaus diese Riesenobjekte zwecklos auf der Wiese stehen. Die einzigen, die sich an ihnen erfreuen, sind die Tauben. Errichtet wurden diese Stahlbetonmonster im Zweiten Weltkrieg als Flak-Standorte, also für die Flugabwehr. Gebaut wurden sie von Zwangsarbeitern, auch von italienischen. Heute sind sie allenfalls Erinnerungsstücke.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-neuer-nutzen-fur-die-turme">Neuer Nutzen für die Türme?</h3>



<p>Was wäre denn, wenn wir diese Türme nutzen könnten, wenn wir sie umrüsten und darin Regenwasser speichern? Der Regen, der auf die Häuser rund um den Augarten fällt, landet schon nach wenigen Minuten als Grauwasser in der Kanalisation. Andererseits aber werden die Grünflächen und Bäume im Augarten mit großen Mengen an kostbarem Wasser gegossen, das über die Hochquellleitung aus den Alpen in die Stadt kommt. Meine Idee ist also naheliegend.</p>



<p>Die Umsetzung ist komplex, aber durchaus machbar. Um den auf die Wände wirkenden Wasserdruck zu reduzieren, könnte man das Innenleben nach dem Muster einer Orange in Spalten strukturieren. Sechs Millionen Liter Wasser ließen sich so speichern. Natürlich kostet das Geld. Aber mit Sicherheit weniger, als ein paar Kilometer Tunnel oder ein Stück Autobahn. So gesehen ist das also gut machbar. Und obendrein mit umwelttechnischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen verbunden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Das Wasserreservoir hätte positive Auswirkungen auf die Wohnqualität im 2. und 20. Bezirk”</p>
</blockquote>



<p>Die Idee ist absolut zeitgemäß. Wir widmen etwas um: Ein Bauwerk, das die Stadt einst vor Bomben hätte schützen sollen, könnte uns heute vor den Auswirkungen der Klimakrise schützen. Wir könnten also aus der Negativität des Kriegskontexts eine positive Zukunftsvision schaffen.&nbsp;<em>Stopp the War, Store the Water!</em></p>



<p>Im Augarten herrscht ein ganz besonderes Mikroklima, das man durch so eine Umrüstung auch noch pflegen könnte. Das Wasserreservoir hätte dann nicht nur positive Auswirkungen auf das Leben der Tiere und Pflanzen im Augarten, sondern auch auf die Wohnqualität im 2. und 20. Bezirk.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25821" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/angelo-stagno_25-02-26_CM84683_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Für die Bewässerung der Pflanzenbeete hat Angelo Stagno mit der Boku Wien ein Pilotprojekt entwickelt. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Um zu zeigen, wie das geht, habe ich in einer Kooperation mit der Architektin Maria Auböck und mit dem Universitätsdozenten Bernhard Pucher gemeinsam mit einer Gruppe von Studierenden an der Akademie der Bildenden Künste und an der BOKU Wien ein Pilotprojekt entwickelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-pumpen-und-zisternen">Pumpen und Zisternen</h3>



<p>Das Wasser von den Dächern der barocken Gebäude im Augartenspitz, in denen das Filmarchiv untergebracht ist, könnte in unterirdischen Zisternen gesammelt und dann mit Pumpen, die durch Solaranlagen aktiviert werden, auf die umliegenden Grünflächen und Beete verteilt werden. Das ergäbe ein autarkes System. Vier Stunden Regen würden 27 Kubikmeter Wasser ergeben, also etwa die Menge, die in vier bis fünf Feuerwehr-LKW-Tanks Platz hat. So ein Projekt lässt sich mit 100.000 Euro umsetzen. Aber noch gibt’s dafür kein Geld.</p>



<p>Es ist im Grunde ja überall das Gleiche. Wir haben genug, oder genauer gesagt: schon viel zu viel und zu respektlos gebaut. Wir müssen nichts Neues mehr bauen, wir müssen umdenken. Um zeigen, wie das gehen kann, habe ich eine Mobilitäts-Initiative gestartet: Historische Vespa-Modelle und diese italienischen Kleintransporter auf drei Rädern, die Apes, bekommen einen Elektromotor und sind leise und ohne Emissionen auch schon in Wien unterwegs.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-leben-im-hohlensystem">Leben im Höhlensystem</h3>



<p>Für mich war beim Denken über Architektur immer schon meine Herkunft hilfreich. Ich stamme aus Matera. Der älteste Teil dieser Stadt hat keine Quelle und keine Straßen, aber die höchste urbane Dichte Europas. Das größte Volumen ist dabei ein Höhlensystem, das in die Berge gebaut wurde. Seit fast 10.000 Jahren leben Menschen darin.</p>



<p>Der Himmel versorgt die Stadt mit Regenwasser, das in Zisternen gesammelt wurde. Aus einem Zusammenspiel mit der Luftzirkulation und der Lichtdiversion ergibt sich so das ganze Jahr über ein angenehmes Klima. Lange Jahre galt Matera als nationaler Schandfleck, weil im postindustriellen Italien Menschen noch teilweise zusammen mit den Nutztieren in trogloditischen Höhlen lebten. 1993 wurden diese&nbsp;<em>Sassi</em>&nbsp;genannten Höhlen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 2019 war Matera Europäische Kulturhauptstadt.</p>



<p>Dass ich mir jetzt den Augarten vorgenommen habe, ist also kein Zufall. Es ist eine Folge meiner Suche nach möglichen nachhaltigen Entwicklungen für Architektur und Städtebau in der unmittelbaren Zukunft.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>
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		<title>„Bei uns geht es quer durch um Alles&#8220;</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/psychotherapeutin-anita-iberer-brigittenau/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Psychotherapeutin Anita Iberer, 61, arbeitet in ihrer Praxis beim Gaußplatz und stärkt sich zwischendurch mit georgischem Liedgut. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Psychotherapeutin Anita Iberer, 61, arbeitet in ihrer Praxis beim Gaußplatz und stärkt sich zwischendurch mit georgischem Liedgut.&nbsp;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25719" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/anita-iberer_25-02-26_CM84756_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Begann erst mit 50 die psychotherapeutische Ausbildung: Anita Iberer in ihrer Praxis. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Ich habe mir erst spät erlaubt, genau das zu tun, was ich heute sehr gerne tue. Nach dem Romanistik-Studium war mir zwar schnell klar, dass ich doch nicht als Lehrerin arbeiten will. Aber ich musste mich erst einmal neu orientieren. Ich habe mit einer Ausbildung zur Heilmasseurin begonnen, habe später in der Lebens- und Sozialberatung und dann auch an Schulen zur Gewaltprävention gearbeitet. Parallel dazu habe ich eine intensive Ausbildung zur Achtsamkeitstrainerin nach der Methode von Jon Kabat-Zinn absolviert. Und zwei Kinder großgezogen. Unser Sohn Lukas ist heute schon 31 Jahre alt, unsere Tochter Anna 34. Außerdem bin ich Oma: seit drei Jahren von Sofia und seit sieben Wochen von Leon. Es war und ist also immer gut etwas los in meinem Leben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-traum-wird-wahr">Ein Traum wird wahr</h3>



<p>Eines Nachts habe ich geträumt, dass ich Psychotherapeutin bin. Beim Frühstück habe ich meinem Mann diesen Traum erzählt. Roberts Reaktion: Dann mach das doch endlich. Ich war damals immerhin schon 50 Jahre alt. Heute frage ich mich manchmal, wie ich das alles geschafft habe. Diese langwierige Ausbildung, die Sommermonate mit unbezahlten Praktika zupflastern, dabei auch noch ein Familienleben aufrechterhalten. Aber es hat sich gelohnt. Seit sechs Jahren bin ich als personenzentrierte Psychotherapeutin in eigener Praxis in der Oberen Donaustraße tätig. Ich sehe meine Klient*innen als Expert*innen ihres Lebens und mich als ihre Begleiterin dabei.</p>



<p>Da gibt es viele schöne Momente. Zu sehen, wie sich Menschen entwickeln. Wie sie Probleme lösen. Wie sie Herausforderungen angehen. Ich darf Menschen beim Wachsen zuschauen. Im Rückblick sehe ich jetzt auch meinen eigenen Weg klarer: Ich habe viel ausprobiert, manches verworfen, mich aber doch immer wieder auf ein, auf mein Thema konzentriert: Was macht unser Menschsein aus, was bedeutet Zufriedenheit?</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-adhs-ist-besonders-haufig">ADHS ist besonders häufig</h3>



<p>Aber als Therapeutin habe ich auch viel Belastendes um mich, habe mit Menschen zu tun, die sehr einsam sind. Mit Menschen, in deren Leben sich über längere Zeit hinweg gar nichts bewegt. Oder mit Menschen, die schwierige Trennungsphasen durchleben. Angst und Depressionen sind in unterschiedlichsten Ausprägungen eigentlich die Hauptthemen. Viele Junge, Menschen im Alter meiner eigenen Kinder, haben damit zu tun. Und dazu noch ADHS. Das ist so häufig und so divers, dass es allein schon wegen des ständigen Fortbildungsbedarfs herausfordernd ist.</p>



<p>Mit anderen Worten: Ich brauche viel Ausgleich. Meine Pausen verbringe ich gerne bei Spaziergängen im Augarten oder beim Mittagessen in der Bäckerei Prindl am Gaußplatz. Die Hauptsache ist aber das Singen. Robert und ich singen viel. Er ist Berufsmusiker. Und ich singe schon seit meiner Kindheit in Chören. Als Mädchen, zuhause in Seitenstetten, war ich im Kirchenchor. Im Vox Slavena Chor singen wir seit ein paar Jahren mit Nataša Mirković Lieder aus Südosteuropa. Im Ensemble Gin&amp;Tonics singen wir mit Paula Barembuem alles von Renaissance bis Jazz. Ganz besonders am Herzen liegt uns aber die georgische Musik.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-musik-als-erbe-der-menschheit">Musik als Erbe der Menschheit</h3>



<p>Georgien ist für seine polyphone Musik, für den dreistimmigen Gesang weltberühmt. Seit 2001 steht der georgische Gesang in der UNESCO-Liste der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“. Wir sind bei einer Reise 2014 darauf gestoßen. Mit Freunden haben wir eine singende Familie im kleinen Kaukasus besucht. Bergbauern, die noch nie mit Touristen zu tun hatten. Sie haben uns ihre Schlafzimmer angeboten und sich selbst ins Wohnzimmer gelegt. Und sie haben für uns gesungen. Die Söhne und ihr Vater haben Lieder gesungen, die sie vom Großvater gelernt hatten.</p>



<p>Das ist alles sehr archaisch, sehr kraftvoll, sehr belebend und an den Harmonien gemessen sehr schräg. Im Hohen Kaukasus sind wir bei weiteren Reisen später auch auf vorchristliche Musiktraditionen gestoßen. Wir haben mit dem Handy Aufnahmen gemacht und dann begonnen, die Texte in Lautschrift aufzuschreiben. Das Georgische ist eine sehr schwierige Sprache, offenbar mit keiner anderen verwandt. Wir haben es nicht gelernt. Aber unsere Freunde dort behaupten, dass wir eine wunderbare Aussprache hätten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25722" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/festung-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Georgische Festung mit Blick auf den Kaukasus: „Das ist alles sehr archaisch, sehr kraftvoll&#8220;. Foto: Bernhard Odehnal</figcaption></figure>
</div>


<p>Die Gastfreundschaft der Menschen dort ist ein Thema für sich, unpackbar. Man ist immer in Gemeinschaft. Sie bereiten uns jeden Abend eine Festtafel, die sogenannte Supra. Stundenlang kommen dabei immer wieder irgendwelche wunderbaren <a href="https://www.zwischenbruecken.at/lifestyle/kulinarik/gios-traum-von-der-eigenen-baeckerei/">Speisen auf den Tisch</a>. Ständig wird gegessen, getoastet und getrunken. Der Tischführer, Tamada genannt, ist für die Toasts zuständig, für die Trinksprüche. Damit hält er die Gemeinschaft zusammen. Man süffelt nicht einfach vor sich hin, sondern trinkt auf das Leben, auf die Ahnen, auf die Musik. Man führt dabei auch keine Zweiergespräche, sondern ist immer gemeinsam eingebunden. Und trinkt dabei Unmengen an Schnaps. Gerne auch schon zum Frühstück.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lieder-fur-jeden-anlass">Lieder für jeden Anlass</h3>



<p>Längst singen Robert und ich in Wien mit unserer Freundin Karin das georgische Repertoire in unserem eigenen Trio&nbsp;<em>Megobrebi</em>, regelmäßig und bei Gelegenheit auch öffentlich. Es gibt ja zu jedem Anlass und zu jedem Thema georgische Lieder. Sowohl sakrales als auch Volksliedgut. Entsprechend vielfältig ist das Programm des Trios. Bei uns geht es quer durch um Alles. Um die Liebe und die Arbeit. Um Freundschaft und um die Ernte. Um Tod und Trauer. Um Heilung und Glück.</p>



<p>Georgier fühlen sich geehrt, dass wir ihre Lieder singen. Wir waren in Wien sogar schon eingeladen, an deren Unabhängigkeitstag am Platz der Menschenrechte ihre Lieder zu singen. Auch heuer im Sommer werden wir wieder nach Georgien fahren, um Menschen zu besuchen, um mit ihnen zu singen.&nbsp;</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer&nbsp;</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)&nbsp;</p>



<p><strong><em>Link:</em></strong> <a href="https://www.psychotherapie-iberer.at">https://www.psychotherapie-iberer.at</a></p>



<p></p>
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		<title>„Wir sind eine komplizierte Mischung”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/schluesselservice-leopoldstadt-wir-sind-eine-komplizierte-mischung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elena Dovgopol (51) kümmert sich mit ihrem Mann Armen Yaralyan (52) im „Schuh- und Schlüsselservice“ auf der Taborstraße um die verschiedensten Bedürfnisse und Notlagen.</p>
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]]></description>
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<p><em>Elena Dovgopol (51) kümmert sich mit ihrem Mann Armen Yaralyan (52) im „Schuh- und Schlüsselservice“ auf der Taborstraße um die verschiedensten Bedürfnisse und Notlagen.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-25676" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-1024x682.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83775_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seit zehn Jahren ein Team im Geschäft: Elena Dovgopol und Armen Yaralyan. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Brauchen Sie einen Schlüssel? Müssen Sie die Wohnungstür aufsperren lassen? Wollen Sie Geld transferieren? Oder eine Geldsendung empfangen? Sind Ihre Schuhe reparaturbedürftig? Hätten Sie gern ein neues Brillenetui? Oder brauchen Sie ein Fahrradschloss? Hier gibt’s das alles.</p>



<p>Ich habe fünf Gewerbescheine. Instandhaltung von Schuhen. Schlüsselservice. Aufsperrdienst. Geldtransfer. Und Handel mit Waren aller Art. Und dazu habe ich Armen, meinen Mann, der seit zehn Jahren mit mir im Geschäft ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-armen-spricht">Armen spricht</h3>



<p>Elena hat mir das meiste hier beigebracht, weil ich ja eigentlich aus einer ganz anderen Branche komme. Russische Lebensmittel, das war viele Jahre lang meine Sache. Ich habe schräg vis-a-vis, auf Taborstraße 62, das „Ugolok“ betrieben und dort Kaviar, Wodka und Pelmeni verkauft. Irgendwann sind zwei Herzinfarkte dazwischengekommen. Da musste ich mein Geschäft verkaufen.</p>



<p>Jetzt bin ich zusammen mit Elena im „Schuh- und Schlüsselservice“ auf Taborstraße 63. Ich mache die komplizierteren Schlüssel, kümmere mich um die eigentlichen Schlosserarbeiten und vor allem um den Aufsperrdienst.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-elena-spricht">Elena spricht</h3>



<p>Man glaubt ja gar nicht, wie leicht man sich aus der eigenen Wohnung aussperrt. Eine Freundin war frisch übersiedelt, in eine Wohnung neben unserer. In der Nacht ist sie aufgewacht, wollte ins Bad. Sie hat kein Licht gemacht, um die kleine Tochter nicht zu wecken. Versehentlich hat sie die Wohnungstür erwischt und hinter sich ins Schloss gezogen. Das war im Dezember. Im Pyjama hat sie bei uns geläutet. Armen konnte sie retten. Das Kind hat zum Glück nichts davon mitbekommen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Schlüsseldienst" class="wp-image-25698" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/schluesseldienst_elenaarmen_09-02-26_CM83842_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Von der Schuhsohle bis zum Fahrradschloss gibt es hier alles: Das Geschäft in der Taborstraße 63. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Wir sind ein gutes Team. Und eine komplizierte Mischung. Armen ist in Usbekistan zur Welt gekommen und aufgewachsen. Er ist aber Armenier und seit 2002 in Österreich. Ich bin schon im August 1989 aus Russland nach Österreich gekommen, mit meiner russischen Mutter, die mit einem Österreicher verheiratet war.</p>



<p>Aber das ist nicht alles. Wir waren beide vorher schon verheiratet. Beide haben wir zwei erwachsene Kinder. Armens Töchter sind jeweils zur Hälfte armenischer und tatarischer Abstammung. Meine Söhne sind Halb-Russen und Halb-Juden. Wir verstehen uns gut. Dementsprechend ist viel los bei uns. Wir telefonieren oft. Und essen gern miteinander. Heute haben wir schon drei von unseren vier Kindern gesehen. Im Juli gibt’s die nächste Hochzeit. Und vermutlich wird sich der jüngste Sohn auch bald einmal verloben wollen.</p>



<p>Abgesehen davon haben wir hier im Geschäft richtig gut zu tun. Sechs Tage die Woche sind wir da. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Auch weil wir so vielseitig sind. Nur die Schuhe oder nur die Schlüssel – das wäre heutzutage kein Geschäft mehr. Die Mischung macht’s.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-armen-spricht-0">Armen spricht</h3>



<p>Wir haben das Lokal vor zehn Jahren im Eigentum übernommen. Bis heute zahlen wir noch Monat für Monat den Kredit zurück. Das war zwar nicht der Plan, aber anders war das Objekt nicht zu haben. Und es passt gut für uns. 45 Quadratmeter und dazu ein großer, trockener Keller.</p>



<p>Wir profitieren davon, dass Elena schon lange im Business ist. Vor 28 Jahren hat sie angefangen. Nach und nach hat sie über die Stadt verstreut ein Geschäft nach dem anderen aufgemacht. Im 9., im 12. und im 21. Bezirk. Dann noch eins beim Gasometer und eines in Floridsdorf. Immer Schuh- und Schlüsselservice. Dazu ein paar Extras. Aber irgendwann war der Druck zu groß. Elena ist krank geworden, Asthma. Seither gibt’s keine Mitarbeiter und keine Filialen mehr. Aber bis heute kommen Kunden zu uns, die sie früher einmal irgendwo anders kennengelernt hat. Echte Stammkunden eben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-elena-spricht-0">Elena spricht</h3>



<p>Vor kurzem ist eine Frau zur Tür reingekommen, die inzwischen in Mallorca lebt. Ich war überrascht, sie wieder zu sehen. Die hat eine Gucci-Tasche voll mit wirklich teuren Schuhen zur Reparatur gebracht. Die haben sicher viele tausend Euro gekostet. Unglaublich. Aber das macht mir dann auch wirklich Freude.</p>



<p>Als Frau habe ich ja einen besonderen Blick für solche Schuhe, ich weiß, wie fein man da arbeiten muss. Und das schätzt die Kundin und kommt deshalb immer zu mir. Andererseits müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass viele Leute inzwischen Billigschuhe aus chinesischen Fabriken tragen, ein Klumpert. Da kannst Du nichts mehr reparieren. Und vor allem auch nichts dafür verlangen.</p>



<p>Dass wir uns in so vielen Sprachen mit den Leuten verständigen können, ist ein Vorteil. Der Bezirk ist ja so wie auch die Brigittenau, wo wir wohnen, sehr international geprägt. Ich kann mich außer auf Russisch, Französisch und Deutsch auch auf Serbokroatisch unterhalten. Das habe ich als junge Frau in Wien als Kellnerin in den diversen Jugo-Kaffeehäusern gelernt. Armen kann neben Armenisch und Russisch auch noch genug Türkisch und Englisch, dass er mit der Kundschaft zurechtkommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-anlauf-zur-letzten-prufung">Anlauf zur letzten Prüfung</h3>



<p>Armen muss jetzt noch die Schlosserprüfung fertig machen. Die hat er zwar schon einmal gemacht, in Deutschland. Aber das zählt hier nicht. Im Dezember hat er einen Anlauf genommen. Die Technik hat er geschafft. In der schriftlichen Prüfung haben ihm dann vier Punkte gefehlt. Beim nächsten Mal wird’s klappen.</p>



<p>Das ist nicht nur für ihn wichtig, für sein Selbstbewusstsein. Sondern auch für mich: Noch bin ich ja für alles letztverantwortlich und muss ihn öfter begleiten. Wenn er das Zeugnis hat, kann er alles alleine machen.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>
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		<title>„Ich bin in Wien ja selbst ein Zugewanderter“</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/markus-marterbauer-ich-bin-in-wien-ja-selbst-ein-zugewanderter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Report der Woche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Markus Marterbauer, 61, wuchs in Oberösterreich auf und lebt seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt geht er gerne zu Fuß.</p>
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<p><em>Markus Marterbauer, 61, wuchs in Oberösterreich auf und lebt seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt geht er gerne zu Fuß.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Finanzminister Markus Marterbauer in der Leopoldstadt" class="wp-image-25264" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_02-03-26_CM88334_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geboren in Uppsala, zuhause im 2. Bezirk: Markus Marterbauer in der Heinestraße. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Meine Eltern sind 1960 zum Arbeiten nach Schweden gegangen, als Gastarbeiter aus Oberösterreich, also in der Hoffnung auf bessere Löhne. Mein Vater war Maschinenschlosser. Meine Mutter Schneiderin.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-verbundenheit-mit-schweden">Verbundenheit mit Schweden</h3>



<p>Kurz bevor es wieder zurück nach Laakirchen ging, bin ich 1965 in Uppsala auf die Welt gekommen. Ich war also nur ein paar Monate dort, aber das hat trotzdem starke Spuren hinterlassen. Ich habe Freundinnen und Freunde in Schweden. Ich mache dort gerne Urlaub und habe meine Diplomarbeit über die erfolgreiche schwedische Budgetkonsolidierung geschrieben. Und heute, als Finanzminister, erlebe ich bei den monatlichen Ratstreffen „Wirtschaft und Finanzen“ eine besondere Verbundenheit mit den Kolleg:innen aus den skandinavischen Ländern.</p>



<p>Bis heute sehe ich meinen Job als eine reizvolle Herausforderung. Seit genau einem Jahr, seit dem 3. März 2025 bin ich nun Finanzminister. Und lerne Tag für Tag dazu. Ich hatte ja zuvor schon guten Einblick in das Funktionieren von Wirtschafts- und Budgetpolitik. Jahrelang war ich als Wirtschaftsforscher und dann als Chefökonom der Arbeiterkammer ein Budgetexperte. Aber jetzt geht es bei vielen Dingen sehr viel tiefer in die Details, in die Geschichte aller möglichen Aspekte, die mich zuvor auch schon beschäftigt haben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-25275" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/markus-marterbauer_03-03-25_CM20316_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Früh bis spät, von einem Thema zum anderen&#8220;: Markus Marterbauer am ersten Tag als Finanzminister, März 2025. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Natürlich ist das auch anstrengend, alleine schon aufgrund der Taktung. Jeden Tag zehn bis 15 Termine. Man springt von früh bis spät von einem Thema zum anderen. An manchen Tagen komme ich wirklich nur noch zum Schlafen nachhause.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-eine-halbe-stunde-bewegung">Eine halbe Stunde Bewegung</h3>



<p>Ich wohne mit meiner Frau Christine seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Was mich dort und ebenso in der Brigittenau fasziniert, ist die Dynamik, aber auch das Diverse. Beide Bezirke sind stark <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/dann-werde-ich-auch-hausbesuche-machen/">durch Zuwanderung</a> geprägt und profitieren erheblich davon. Ich bin aus Oberösterreich kommend in Wien ja selbst ein Zugewanderter.</p>



<p>Die zentrale Lage erlaubt mir, dass ich zu Fuß in die Arbeit gehe. So habe ich schon mal eine halbe Stunde Bewegung. Das tut gut. Auf dem Weg begegne ich Menschen, die mich grüßen, die mich anreden. Das sind durchgehend sehr positive Begegnungen, mit freundlichen Menschen, mit viel Anerkennung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ins-lokal-nur-in-begleitung">Ins Lokal nur in Begleitung</h3>



<p>Ich erhole mich in der Natur beziehungsweise mit Kultur. Wir bemühen uns, einmal die Woche in ein Konzert, ins Kino oder ins Theater zu gehen. In Lokale gehen wir selten, gerne beispielsweise ins Ansari.</p>



<p>Ich bin froh, dass mich meine Frau begleitet, alleine könnte ich abends nicht mehr unterwegs sein. Ich hätte keine Minute für mich, ich wäre ständig in Gespräche verwickelt. Mit einem Familienleben wäre mein Job nur sehr schwer vereinbar. Unsere Kinder sind aber inzwischen 18 und 21 Jahre alt, die brauchen uns nicht mehr so intensiv.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Café Ansari in der Praterstraße" class="wp-image-22824" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/12/ansari_19-11-25_CM81512_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Selten aber gern besucht Markus Marterbauer das Café Ansari in der Praterstraße. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Für mich selbst ist die Politik eben nur ein Lebensabschnitt: 2030 werde ich 65 Jahre alt sein. Mit meiner Frau ist – bis auf Weiteres – vereinbart, dass dann Schluss ist. Ich will irgendwann auch wieder in Ruhe Bücher lesen und Artikel schreiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-der-vorteil-des-alters">Der Vorteil des Alters</h3>



<p>Nichts mehr beruflich werden wollen, das ist natürlich ein Vorteil des Alters. Ich bin als 60-Jähriger ins Amt gekommen, kann also entspannt sagen, was ich mir denke. Mit 30 hätte man in schwierigen und heiklen Situationen womöglich auch nachgedacht, was das für die eigene Karriere, für die Zukunftsplanung bedeutet. Jetzt bin ich auf das Wesentliche konzentriert: Das Budget sozial gerecht zu sanieren.</p>



<p>Und das hat sich im vergangenen Jahr gelohnt. Das Doppelbudget und der Stabilitätspakt sind uns gelungen. Die Inflationsrate ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, die Konjunktur erholt sich, das Budgetdefizit ist reduziert. Welche Auswirkungen der Krieg im Iran haben wird, lässt sich im Moment noch nicht abschätzen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p> “Was die so oft geforderten großen Reformen betrifft, bin ich skeptisch.”</p>
</blockquote>



<p>Wir lösen die wirtschaftlichen Probleme also Schritt für Schritt. Medial wird das noch nicht ausreichend rezipiert. Defacto aber arbeiten wir sehr effektiv und erfolgreich, alle sind ernsthaft bei der Sache. Und eben nicht nur, wie uns gelegentlich unterstellt wird, um Kickl vom Kanzleramt fernzuhalten.</p>



<p>Was die so oft geforderten großen Reformen betrifft, bin ich skeptisch. Was soll das denn sein? Etwa das, was Schröder und Fischer in Deutschland mit dem Pensionssystem gemacht haben? Facharbeiter oder Facharbeiterinnen in Deutschland bekommt heute nur die Hälfte der Pension von jenen in Österreich. Das kann ja kein Vorbild sein. Wir haben hingegen Anpassungen in kleinen, sozial verträglichen Schritten umgesetzt, um die Finanzierbarkeit des sozialen Pensionssystems zu sichern. Bis 2029 gerechnet sparen wir dabei immerhin zwei Milliarden Euro.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/Marterbauer.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">„Das ist die beste Gegend von Wien&#8220;, sagt Markus Marterbauer über den 2. und 20. Bezirk. Video: Veronika Wenninger </figcaption></figure>



<p>Ein anderes, mir sehr wichtiges Thema: der extrem schädliche Steuerbetrug! An einem konkreten aktuellen Beispiel: Mindestens 50 Gastwirte mit rund 150 Betrieben haben mithilfe einer Manipulationssoftware ein Betrugsschema zur Steuerhinterziehung implementiert. Wir haben die Finanzpolizei ermutigt, mit Nachdruck in dieser Sache tätig zu werden. Wir haben zuletzt sogar noch Ressourcen verschoben, um sie dabei zu unterstützen. Jetzt wurden die ersten Erfolge sichtbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-270-millionen-mehr">270 Millionen mehr</h3>



<p>Bis Ende des Jahres werden allein durch die Betrugsbekämpfung und das Schließen von Steuerschlupflöchern etwa 270 Millionen Euro mehr eingenommen. Das schlägt Wellen, die durchaus in meinem Sinn sind. Einerseits führt es zu Selbstanzeigen, gar nicht wenige haben diese Option gewählt.</p>



<p>Andererseits haben die Maßnahmen den wünschenswerten Effekt, dass sie die Steuermoral im Land generell erhöhen. Warum soll ich zahlen, heißt es oft, wenn sich’s die anderen richten können? Diese Frage soll man sich in unserem Staat nicht stellen müssen. Der Sozialstaat muss solidarisch und gemäß der individuellen Leistungsfähigkeit finanziert werden. Auch deswegen ist es wichtig, dass die Finanz da tätig wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-klimathema-ist-unterbelichtet">Klimathema ist unterbelichtet</h3>



<p>An solchen Reformschritten messe ich Sinn und Zweck unserer Koalition. Österreich hat sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vom Armenhaus zu einem der reichsten Länder Europas entwickelt. Diese Erfolgsgeschichte ist ganz wesentlich auch auf Kompromisse gebaut. Insofern sehe ich als einzigen Schwachpunkt unserer Koalition – quasi als Manko bei diesem Kompromiss – den Umstand, dass die Grünen nicht dabei sind: Das Klimathema ist ernsthaft unterbelichtet.</p>



<p>Ich habe als Autor meine gesellschaftspolitischen Vorstellungen schon lange vor meiner Zeit in der Regierung immer wieder skizziert. Zuletzt etwa 2022 in dem Buch „Angst und Angstmacherei“ mit meinem Kollegen Martin Schürz. Da haben wir auch vorgerechnet, dass schon moderat bemessene Erbschafts- und Vermögenssteuern den Sozialstaat auf ein Niveau bringen und halten könnten, das den Menschen ihre Ängste nimmt und Hoffnung macht.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fur-erbschafts-und-vermogenssteuer">Für Erbschafts- und Vermögenssteuer</h3>



<p>Alles spricht für die Einführung dieser beiden Steuern. Und wenn man das richtig argumentiert und die Mittel aus der Erbschaftssteuer zum Beispiel zweckgebunden der Pflege widmet, dann bekommt man dafür im Land auch eine Mehrheit. Nun bin ich aber Realist und weiß, dass ich im Nationalrat in dieser Legislaturperiode diese Mehrheit nicht finden werde.</p>



<p>Also bleibe ich zuversichtlich: Erbschafts- und Vermögenssteuern werden kommen. Weil wir sie brauchen.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Link:</em><br><a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/angst-und-angstmacherei-9783552076150-t-5778">https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/angst-und-angstmacherei-9783552076150-t-5778</a></p>



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		<title>Aus der Heinestraße nach Abu Dhabi</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/aus-der-heinestrasse-nach-abu-dhabi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 04:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kashif Ali, 39, stammt aus Pakistan und führt den „Ranastore - Internationaler Supermarkt“ beim Praterstern. Nun plant er Größeres in den Emiraten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/aus-der-heinestrasse-nach-abu-dhabi/">Aus der Heinestraße nach Abu Dhabi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zwischenbruecken.at">Zwischenbrücken</a>.</p>
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<p><em>Kashif Ali, 39, stammt aus Pakistan und führt den „Ranastore &#8211; Internationaler Supermarkt“ beim Praterstern. Nun plant er Größeres in den Emiraten.</em></p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Kashif Ali im Ranastore, seinem Supermarkt in der Leopoldstadt. " class="wp-image-25086" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/ali-ranastore_04-02-26_CM83116_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Bei mir ist der Kunde eben fast ein König&#8220;, sagt Kashif Ali über seinen Supermarkt. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Seit fünf Jahren betreibe ich mein Geschäft im Grunde als One-Man-Show. An der Kassa habe ich Hilfe, darum kümmern sich zwei Halbtagsangestellte. Kim aus Vietnam ist am Vormittag da. Und Suman aus Indien macht den Nachmittag.</p>



<p>Für alles andere, für das komplette&nbsp;<em>back office</em>&nbsp;inklusive Budgetierung, Einkauf, Grafik-Design und Marketing bin ich zuständig. Ich betreue die diversen Kanäle auf Social Media und kümmere mich um die Auslieferung größerer Bestellungen. Sechs Tage die Woche bin ich im Geschäft.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-aus-dem-punjab-ins-waldviertel">Aus dem Punjab ins Waldviertel</h3>



<p>Gegründet hat den „International Supermarkt Ranastore“ mein Vater, Riasat Ali. Unsere Familie stammt aus Pakistan, aus dem Punjab, der Grenzregion zu Indien. Dort, in Gujranwala, einer großen Stadt im Nordosten der Provinz, wurde ich 1986 geboren. 1992 sind wir nach Österreich gekommen, ins Waldviertel.</p>



<p>Seit 1998 leben wir in Wien. Zwei meiner drei Brüder haben sich inzwischen in Dubai niedergelassen. Der dritte Bruder und die Schwester sind noch in Wien. Ich lebe mit den Eltern, meiner Frau und unseren beiden Söhnen im 12. Bezirk in einem Gemeindebau.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Der Ranastore in der Leopoldstadt. " class="wp-image-25092" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83202_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seit 2008 führt die Familie Ali den Supermarkt in der Heinestraße. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Mein Vater war streng mit uns. Da wir anfangs kein Deutsch konnten, mussten wir die Grammatik auswendig lernen. Deklinationen kann ich heute noch im Schlaf. Das war hart, aber dafür beherrsche ich die Sprache fehlerfrei. Nachdem ich mit Auszeichnung maturiert hatte, aber sonst orientierungslos war, hat er mich nach meiner Zeit beim Bundesheer 2007 ins Geschäft geholt.</p>



<p>Damals gehörte ihm noch das „Orientalhaus“ am Neubaugürtel. Bei meiner Hochzeit 2008 in Pakistan hat er dann überraschend erzählt, dass er sich im zweiten Bezirk ein anderes Geschäft anschauen wolle. Kurz darauf wurde der Vertrag unterschrieben. Und seither sind wir auf der Heinestraße tätig.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-safran-und-saucen">Safran und Saucen</h3>



<p>Spezialisiert ist der Laden heute auf die indische und damit defakto auch auf die pakistanische Küche. Es gibt also viele Sorten Reis, mehr als 160 Gewürze und Gewürzmischungen, diverse Bohnensorten, Linsen, Snacks, eingelegte Sachen und tiefgekühlten Fisch. Dazu kommt ein Touch Thai, Afrikanisches, Orientalisches.</p>



<p>Die Gewürze sind ja für alle Küchen ähnlich, mit unserer großen Vielfalt decken wir die Nachfrage gut ab. Speziell sind nur jeweils ein paar Gemüsesorten, Okra oder Foul-Bohnen zum Beispiel, Trockenfrüchte, Safran aus Afghanistan. Oder die diversen Saucen aus der südostasiatischen Küche. Täglich frisch im Angebot sind auch die Samosas, die gefüllten Teigtaschen. Jeden Vormittag bekommen wir 100 Stück geliefert. Am Nachmittag sind die alle weg. Unsere Produktpalette kann sich also sehen lassen und ist im Wesentlichen auch nicht mehr sinnvoll erweiterbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-turkische-konkurrenz">Türkische Konkurrenz</h3>



<p>Leider haben uns die Großfamilien als Kunden nach und nach verlassen. Wenn jemand seinen Einkauf mit einem 20-Kilo-Sack Reis beginnt, dann will der auch unmittelbar vor der Tür parken. Das geht bei uns leider nicht mehr. Im 22. Bezirk gibt es neue Supermärkte, da fährt man in die Garage.</p>



<p>Ein harter Schlag für mich war vor ein paar Jahren das Wegfallen des GLS-Paketdienstes. Das war ein wichtiger Umsatzträger. Ich hatte in der besten Zeit zwölf Fahrzeuge alleine dafür laufen. Eines Tages musste ich zur Kenntnis nehmen, dass ein türkischer Unternehmer GLS angeboten hat, das Geschäft fast zum halben Preis zu machen. Das folgende abrupte Ende war finanziell gesehen eine sehr schwere Probe für mich.</p>


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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Im Supermarkt Ranastore des Pakistani Kashif Ali in der Heinestraße. " class="wp-image-25098" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/03/ali-ranastore_04-02-26_CM83173_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Großfamilien seien als Kunden weggefallen, klagt Kashif Ali: Es fehlen beim Ranastore die Parkplätze. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Mittlerweile hat sich die Lage stabilisiert. Aber größeres Wachstum ist&nbsp;ohne große Investionen nicht mehr möglich. Zumal ich auch weiterhin ohne Bankkredite arbeiten will. Dazu kommt, dass die Gastronomie mit ihrer Zahlungsmoral immer unberechenbarer wird. Demnächst will ich mich nach Interessenten umschauen, die den&nbsp;<em>Ranastore</em>&nbsp;übernehmen und weiterführen wollen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-zukunft-im-arabischen-raum">Zukunft im arabischen Raum?</h3>



<p>Sobald das ins Laufen gebracht ist, werde ich für die „Falkenherz“ arbeiten, die Firmengruppe, die mein Bruder Wagas gegründet hat. Die ist heute mit Büros in Dubai, Pakistan, Indien, Abu Dhabi und Österreich vertreten.</p>



<p>Ich will die nächsten Jahre nutzen, um mit meiner Expertise die Retail-Vision meines Bruders – ein solides Supermarkt-Geschäft in den Emiraten – umzusetzen. In nicht allzu ferner Zukunft würde ich aber gerne wieder zurückkommen, um mich dann in Österreich unternehmerisch gestärkt von Neuem zu engagieren. Wir werden sehen, wie sich all das entwickelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-schlechtes-klima-am-schopfwerk">Schlechtes Klima am Schöpfwerk</h3>



<p>Wie lange ich noch in Wien leben will, weiß ich nicht. Ich habe in meiner Jugend nie Probleme mit Rassismus gehabt. Hier ihm Geschäft merke ich zwar manchmal, dass die Leute durch die Auslage schauen und sich abwenden und nicht reinkommen, wenn sie mich da mit meinem Bart sehen. Manchmal gehe ich dann raus und spreche die Menschen an. Das hilft, ein Ausländer, der so ein reines Deutsch spricht, ist offenbar vertrauenswürdig. Damit kann ich also gut umgehen.</p>



<p>Was mich aber zunehmend stört, ist das Klima in den größeren Wiener Wohnkomplexen. Speziell bei uns am Schöpfwerk brennt fast jede zweite Woche irgendetwas. Mal sind es die Mistkübel. Dann die Kinderspielgeräte. Manchmal ist es wie im Ghetto. Ich bin glücklich und sicher hier aufgewachsen. Aber ich vermisse diese Sicherheit für meine Kinder.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sehnsucht-nach-dem-landleben">Sehnsucht nach dem Landleben</h3>



<p>Ich möchte später jedenfalls wieder am Land leben. Da sind die Leute besser drauf. Und man kennt sich. Der Umgang ist persönlicher. Das entspricht mir auch mehr als die Anonymität in der Stadt.</p>



<p>Ich habe von meinem Vater ja gelernt, dass man dem Kunden immer ein kleines bisschen mehr geben soll, als er eingekauft hat. Dass man Ware zurücknimmt, wenn sie ihm nicht gefällt oder nicht schmeckt. Das kommt zwar nicht oft vor. Bei 200 Kunden vielleicht einmal. Aber es macht eben einen wichtigen Unterschied im Umgang miteinander. Bei mir ist der Kunde eben fast ein König.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Link:</em> <a href="http://www.ranastore.at/">www.ranastore.at</a></p>
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		<title>„Wir bringen Glück, das wird uns auch bestätigt”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/rauchfangkehrer-leopoldstadt-lasst-euch-im-handwerk-ausbilden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer&nbsp;and&nbsp;Christopher Mavrič]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 11:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Rauchfangkehrermeisterin Sophie Szönyi, 26, kehrt Kamine in der Leopoldstadt und merkt täglich auf der Straße, wie beliebt ihr Berufsstand ist.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Rauchfangkehrermeisterin Sophie Szönyi, 26, kehrt Kamine in der Leopoldstadt und merkt täglich auf der Straße, wie beliebt ihr Berufsstand ist.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24716" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM89250_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Jüngere Menschen finden meine Berufswahl cool&#8220;: Sophie Szönyi kehrt im Stuwer- und Karmeliterviertel. Foto: Christopher Mavrić</figcaption></figure>
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<p>Mir vergeht die Zeit viel zu schnell. Jetzt bin ich 26 und schon im achten Jahr in meinem Kehrgebiet im 2. Bezirk unterwegs. Ich habe die Meisterprüfung abgelegt, bin inzwischen also schon Rauchfangkehrermeisterin. Das bringt natürlich eine gewisse Autorität und Verantwortung mit sich.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-die-arbeiter-mussen-zuhoren">Die Arbeiter müssen zuhören</h3>



<p>Heute vormittag war ich auf einer Baustelle, um einen Rauchfang zu kontrollieren. Da standen sechs Handwerker und Arbeiter um mich herum. Die mussten mir zuhören, weil ich in meiner Zuständigkeit in dieser Situation eben die Autorität bin. Dazu kommt aber auch, dass ich inzwischen wirklich sehr viel gelernt habe, sehr viel weiß.</p>



<p>Ich bin im 10. Bezirk aufgewachsen und habe dort maturiert. Als klar war, dass ich nicht studieren wollte, hat meine Mama gesagt: Handwerk hat goldenen Boden. Da bin ich auch familiär geprägt: Meine Tante war Rauchfangkehrermeisterin. Also habe ich mich für diesen Beruf entschieden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-immer-auf-dem-dach">Immer auf dem Dach</h3>



<p>Schon am ersten Tag meiner Lehre stand ich auf einem Dach. Ich war beeindruckt. Auch weil alles so logisch ist bei dieser Arbeit. In der Schule lernst du viele unlogische Sachen. Und dann schaust Du Dir das Werkzeug eines Rauchfangkehrers an und siehst sofort: jede Einkerbung, jede Öse hat eine Aufgabe und alles macht Sinn.</p>



<p>Die Querschnittskugel, die wir beim Rauchfang-Befund die Abgasanlage hinunterlassen, hat den Durchmesser, den ein ordnungsgemäßer Rauchfang haben muss. Mit der Stoßbürste kehren wir von unten nach oben, also vom Kehrtürchen bis zur Mündung. Mit der Gewichtskugel und dem Sterngeflecht, dem Ableingerät dann umgekehrt von oben nach unten, also bis zur Fangsohle.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Dachlandschaft in der Leopoldstadt mit Blick aufs Riesenrad." class="wp-image-24708" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/sophie-szoenyi_CM11238_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Arbeitsplatz von Rauchfangkehrer:innen bietet ganz neuen Perspektiven. Blick über die Dachlandschaft der Leopoldstadt. Foto: Christopher Mavrić</figcaption></figure>
</div>


<p>Wenn du vorher in der Schule mit unverständlichen Gleichungen gekämpft hast, dann beeindruckt diese Logik des Handwerks vom ersten Moment an. Du machst eine Rauchdichtprobe, zündest also unten bei der Fangsohle eine Rauchpatrone an, und der Kollege oder die Kollegin schaut oben bei der Mündung der Abgasanlage oder beim Kehrtürchen, ob es Undichtheiten gibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-klettern-im-rauchfang">Klettern im Rauchfang</h3>



<p>Perfekt. Genauso logisch funktioniert unsere schwarze Arbeitskleidung. Die Jacke, Koller genannt, ist an den Ellbogen und am Rücken mit Leder besetzt. Warum? Weil wir in größeren, sogenannten schliefbaren Rauchfängen nach oben steigen müssen, indem wir den Oberkörper, die Ellbogen und die Beine im Rauchfang verspreizen. Zum Glück kommt das in meinem Kehrgebiet heute nur noch sehr selten vor.</p>



<p>Meine Tage sind abwechslungsreich, kein Tag ist wie der andere. Die einzige Konstante: Ich stehe um fünf Uhr auf, beginne um sechs Uhr mit der Arbeit und bin um Halb drei am Nachmittag fertig. Da habe ich mein Werkzeug, das ich für die Arbeit am nächsten Tag brauche, schon hergerichtet. Was ich in der Früh aus der Werkstatt mitnehme, hängt davon ab, was ansteht: die Hauptkehrung, eine Überprüfung, eine Baubesprechung, Messtermine, Vorbefunde, Endbefunde.</p>



<p>Eine Besonderheit unseres Berufs ist die Tatsache, dass wir fast überall Zugang haben. In den meisten Häusern haben wir bis zu vier Termine im Jahr, einer davon wird als Hauptkehrung gekennzeichnet. Da ist es natürlich wichtig, dass uns die Menschen in ihre Wohnungen lassen. Indem wir ihre Feuerstätten und Abzugsanlagen kontrollieren, tragen wir wesentlich zur Sicherheit des Hauses bei.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-mehrmals-gluck-gebracht">Mehrmals Glück gebracht</h3>



<p>Dass wir beliebt sind, merke ich aber auch auf der Straße. Vor allem ältere Leute wollen uns berühren, wollen einen Knopf angreifen, weil ihnen das Glück bringt. Dass das wirklich funktioniert, wird uns auch immer wieder mal bestätigt.</p>



<p>Eine Frau hat sich schon zweimal bei mir bedankt: Als ich ihr zum ersten Mal Glück gewünscht habe, hatte sie eine medizinische Untersuchung vor sich. Da ist alles gut gegangen. Später hat sie einen schlimmen Autounfall überlebt, hat sich erinnert, dass ich ihr einmal Glück gewünscht hatte, und hat sich wieder sehr herzlich bei mir bedankt. So etwas berührt mich.</p>



<p>Jüngere Menschen finden meine Berufswahl cool. Abgesehen von meinen Rauchfangkehrerfreunden macht im näheren Umfeld niemand etwas Praktisches, da gibt‘s keine Handwerker. Die Leute haben studiert, sind Anwältinnen, Schauspieler, Zahnärztinnen. Alle sind akademisch gebildet. Ganz geht dieser Trend aber auch an mir nicht vorbei. Ich will den Dingen auf den Grund gehen, will mich auskennen, will mich weiterbilden, willmeinen Horizont erweitern. Ich habe schon die Unternehmerprüfung, die Meisterprüfung, die Ausbilderprüfung zusätzlich gemacht. Außerdem bin ich Brandschutzwart und Energieberaterin.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-schlusselakteure-in-der-klimawende">Schlüsselakteure in der Klimawende</h3>



<p>Um nun auch noch akademisches Wissen und mein Handwerk zu vereinen, habe ich berufsbegleitend ein Studium der Energie-, Bau- sowie Immobilienbranche begonnen. Ich denke, dass diese Kombination für die Zukunft besonders viel Bedeutung hat. Rauchfangerkehrer*innen sind in der Klimawende wichtige Schlüsselakteure. Niemand kennt sich so gut in den Objekten aus, wie wir. Wir schauen ja nicht nur in die Wohnungen und in den Rauchfang. Wir sehen die Keller, die Dachböden, die Gänge, eigentlich alles in einem Haus.</p>



<p>Ich bin also gut beschäftigt, muss mir die Zeit entsprechend einteilen. Seit sieben Jahren lebe ich nicht mehr im zehnten, sondern im zweiten Bezirk, in der Nähe <a href="https://www.zwischenbruecken.at/report/sportplaetze-im-augarten-teuer-saniert-wenig-benutzt/">des Augartens</a>. Abgesehen davon, dass ich da nie wieder weg will, hat das praktisch auch den Vorteil der kurzen Wege. Ich kann mich nach der Arbeit um drei Uhr schnell für eine Stunde hinlegen und hab anschließend noch Zeit und Energie für Sport und Freund*innen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-fachkrafte-werden-gesucht">Fachkräfte werden gesucht</h3>



<p>Nebenher betreue ich den Instagram-Account der Wiener Rauchfangkehrer. Meistens geht’s bei unseren Postings um einen Blick hinter den Vorhang: Wie arbeiten wir, welches Werkzeug verwenden wir, warum ist unsere Arbeit so wichtig für die Sicherheit der Wiener*innen.</p>



<p>Mit meinem Beispiel möchte ich gerne jüngere Menschen motivieren, vor allem Frauen. Habt Mut und lasst Euch im Handwerk ausbilden! Wir haben als Gesellschaft so viele Ziele was die Klimakrise und die Energiewende betrifft. Aber es gibt viel zu wenige, die da sinnvoll anpacken können. Wir brauchen Fachkräfte. Und ich sage: Handwerk ist toll. Ich würde mich immer und immer wieder für diesen Weg entscheiden.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Link:</em><br><a href="https://wienerjungrauchfangkehrer.at">https://wienerjungrauchfangkehrer.at</a></p>



<p></p>
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		<title>„Die Angst steckt uns in den Knochen”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/die-angst-steckt-uns-in-den-knochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 04:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cappar Hajo, 37, leitet die Wiener Bildungsakademie in der Praterstraße und sorgt sich um seine kurdischen Verwandten im syrischen Rojava. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Cappar Hajo, 37, leitet die Wiener Bildungsakademie in der Praterstraße und sorgt sich um seine kurdischen Verwandten im syrischen Rojava. </em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-1024x768.jpg" alt="Cappar Hajo, Kurde und Direktor der sozialdemokratischen Bildungsakademie" class="wp-image-24574" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-1024x768.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-300x225.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-768x576.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-1536x1152.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/cappar-hajo_04-02-26_CM82925_c-mavric-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Capper Hajos kurdische Verwandte leben über die ganze Welt verstreut. Aber auch noch in Syrien. Foto: Christopher Mavrić</figcaption></figure>
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<p>Wohin ich auch reise, ich finde immer irgendwo ein Bett. Kurden leben über die ganze Welt verstreut. Mein Vater hatte 23 Geschwister, meine Mutter fünf. Ich habe viele Verwandte in Syrien, aber auch in Österreich, in Deutschland, in der Schweiz, in Norwegen, in den USA und in vielen anderen Ländern. Ciwan Haco zum Beispiel, ein Cousin meines Vaters und der heute wohl bekannteste kurdische Sänger der Welt, lebt in Schweden.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-rettung-durch-bruno-kreisky">Rettung durch Bruno Kreisky</h3>



<p>Die meisten Verwandten mussten ihre Heimat in den 1970er und 1980er Jahren verlassen. In Syrien lebende Kurden hatten keine Staatsbürgerschaft, ihre Sprache war verboten, ihre Lage war politisch wie auch ökonomisch prekär.</p>



<p>Mein Vater Brusk und sein Bruder Hejar konnten sich dank einer Initiative von Bruno Kreisky 1976 nach Österreich retten. Bis dahin hatten sie als Peschmerga bewaffnet gegen staatliche Unterdrückung gekämpft. Bis zu seinem Tod 2013 hat unser Vater kaum etwas über diese sehr schweren Jahre erzählt. Er wollte uns damit wohl nicht belasten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-geboren-in-simmering">Geboren in Simmering</h3>



<p>Ich bin 1988 in Wien geboren, in Simmering. Die Hebamme, die mich zur Welt gebracht hat, war eine Schwägerin meiner Mama. Mit 16 hatte ich meinen ersten Job, beim Interspar, Leergut räumen und an der Kassa sitzen. Nach der Matura war ich Werkstudent bei der Bank Austria. Der Abschluss – Internationale Betriebswirtschaft – steht aber noch aus.</p>



<p>Seit 2010 habe ich mich in diversen Wahlkämpfen für die SPÖ engagiert. Seit 2016 arbeite ich in der Wiener Bildungsakademie auf <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/bubi-lampe-und-babsi-bar-architekt-eichinger/">der Praterstraße</a>. Seit dem 16. Oktober 2023 bin ich Direktor. Und damit für politische Erwachsenenbildung im Allgemeinen und insbesondere auch für die Wiener Parteischule verantwortlich. Seit 100 Jahren – unsere Institution wurde 1925 als eine Bezirksorganisationsstelle erstmals urkundlich erwähnt – halten wir mit unserer Arbeit die Grundwerte soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Gleichheit hoch.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-pendler-uber-den-donaukanal">Pendler über den Donaukanal</h3>



<p>Ich lebe mit meiner Verlobten im 3. Bezirk, bin dort auch Bezirksrat und für die Sektion im Weißgerberviertel zuständig. Im beruflichen Alltag pendle ich also ständig hin und her über den Donaukanal. Kulinarisch bin ich ebenfalls doppelt gepolt. Einerseits lockt die Praterstraße mit ihren vielfältigen, vor allem auch asiatischen Angeboten. Gern bin ich beim Koreaner vis-a-vis, bei den diversen Chinesen, im Goldenen Papagei und im Sommer auch gerne im Duzi’s, dem Shisha-Lokal unten im Haus.</p>



<p>Andererseits habe ich die Küche meiner Mutter. Sie lebt mit meiner schwer behinderten Schwester nach wie vor in unserer Wohnung in Simmering. Ich bin oft bei den beiden und dadurch kulinarisch einschlägig bestens bedient. Den kurdischen Bohneneintopf mit Fasoli, gefüllte Weinblätter, gefüllte Melanzani – so gut wie bei meiner Mama würde ich das in keinem Lokal der Stadt kriegen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-1024x768.jpg" alt="Kurdische Demonstration für das selbstverwaltete Gebiet Rojava auf der Wiener Ringstraße." class="wp-image-24582" style="width:1024px;height:auto" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-1024x768.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-300x225.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-768x576.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-1536x1152.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/Rojava-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Das Thema ist so dominant wie kaum zuvor&#8220;: Kurdische Demonstration auf der Wiener Ringstraße. Foto: Ernst Schmiederer</figcaption></figure>
</div>


<p>Das Kurdische war und ist immer wichtig in unserer Familie. Der Dreiklang kurdische Identität, kurdischer Staat, kurdische Politik prägt seit jeher die Kommunikation. Seit ein paar Wochen ist das Thema aber so dominant wie kaum zuvor.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wieder-krieg-in-rojava">Wieder Krieg in Rojava?</h3>



<p>Eines Abends habe ich meine Mutter weinend angetroffen. Sie hatte gerade mit ihrem Bruder und ihrer Schwester telefoniert. Die beiden leben so wie viele andere Verwandte auch in Kamishli, einer multiethnischen Stadt im demokratischen Selbstverwaltungsgebiet Rojava. Sie fürchteten, dass der Krieg kommt, dass sie flüchten müssen, dass ihnen dabei der Weg in den Irak abgeschnitten wird. Die beiden sind 73 und 67 Jahre alt.</p>



<p>Im selben Haus wohnt auch eine Schwester meines Vaters. Meine Mutter hält Kontakt mit den Verwandten über WhatsApp. Das funktioniert zum Glück meistens. Ich sitze oft daneben, höre mit, kriege also Tag für Tag live ihre Berichte mit.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-erinnerung-an-massaker">Erinnerung an Massaker</h3>



<p>1988, also in dem Jahr, in dem ich in Wien geboren wurde, hat Saddam Hussein die hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt Halabdscha mit Giftgas bombardieren lassen. Halabdscha war ein Zentrum des kurdischen Widerstands gegen die Zentralregierung in Bagdad. Damals starben tausende Menschen. Dieses Massaker hat sich in das kollektive Gedächtnis der Kurden eingebrannt. Die Angst steckt uns bis heute in den Knochen.</p>



<p>Abgesehen davon ist auch der Alltag kaum mehr zu bewältigen. Cousins und Cousinen schildern uns immer wieder die dramatische Lage. Die galoppierende Inflation treibt sie in die Armut, sie bekommen fast nichts mehr für ihr Geld.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-kein-strom-und-keine-heizung">Kein Strom und keine Heizung</h3>



<p>Ein Cousin hat ein Bekleidungsgeschäft, das jetzt praktisch still liegt. Es gibt keinen Strom, keine Heizung, die Lieferketten sind kaputt, er kriegt keine Ware mehr. Es fehlt an Medikamenten, an Nahrung, an Bekleidung. Und dazu kommt die Angst, dass die syrische Armee zuschlagen könnte.</p>



<p>All das ist natürlich auch für uns in Österreich relevant. Diverse Populisten versuchen, Syrien als sicheren Staat zu branden, damit sie ihre Abschiebepläne umsetzen können. Da muss man mit Aufklärung strikt dagegenhalten.</p>



<p>Im Dezember 2024 ist das Assad-Regime nach 54 Jahren überraschend kollabiert. Davor herrschte 13 Jahre Bürgerkrieg. Glaubt denn wirklich irgendjemand, dass jetzt, 15 Monate nach al-Assads Sturz, der Staat wieder in Ordnung ist? Noch hat sich für die Kurden nichts verbessert seit der syrische Interimspräsident Ahmed al-Scharaa heißt.</p>



<p>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer<br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Link:&nbsp;</em><br><a href="http://www.wiener-bildungsakademie.wien/">www.wiener-bildungsakademie.wien</a></p>
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		<title>„Dann werde ich auch Hausbesuche machen”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/dann-werde-ich-auch-hausbesuche-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der aus Syrien stammende Fotograf Louai Abdul Fattah, 29, hat das „Fotostudio &#038; Fotolabor Soyka“ auf der Praterstraße übernommen - und will Service in den Mittelpunkt stellen.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Der aus Syrien stammende Fotograf Louai Abdul Fattah, 29, hat das „Fotostudio &amp; Fotolabor Soyka“ auf der Praterstraße übernommen &#8211; und will Service in den Mittelpunkt stellen.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Louai Abdul Fattah aus Syrien führt jetzt ein Fotogeschäft in der Praterstraße" class="wp-image-24429" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89289_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Besitzer eines Fotogeschäfts? Das habe er sich früher nie vorstellen können, sagt Louai Abdul Fattah. Foto: Christopher Mavrič </figcaption></figure>
</div>


<p>Als ich jung war, wollte ich unbedingt Elektrotechnik lernen, eine IT-Ausbildung machen, jedenfalls irgendwie mit dem Computer arbeiten. Mein Vater hat in Damaskus drei Fotogeschäfte betrieben. Da habe ich natürlich ein wenig mitgearbeitet und auch viel gelernt. Aber als Beruf konnte ich mir das damals gar nicht vorstellen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-angekommen-am-wiener-hauptbahnhof">Angekommen am Wiener Hauptbahnhof</h3>



<p>Vor zehn Jahren dann, 2015, als ich nach meiner Flucht aus Syrien in Wien gelandet bin und am Hauptbahnhof die Leute von&nbsp;<em>Train of Hope</em>&nbsp;kennengelernt habe, war das schon anders. Damals hat mich jemand gefragt, was ich einmal machen will. Und ich kann mich bis heute erinnern, was ich da gesagt habe: ein Fotogeschäft! Ich will ein Fotogeschäft führen. Und genau das mache ich jetzt, mein eigenes Fotogeschäft.</p>



<p>Mit 1. Jänner habe ich das Geschäft von Thomas Soyka in der Praterstraße übernommen, also „Foto Soyka“ mitsamt dem Fotostudio und dem Fotolabor. Thomas Soyka hatte schon seit längerem einen Nachfolger gesucht, aber niemanden gefunden, dem er das zugetraut hätte. Über die Wirtschaftskammer habe ich von seiner Suche erfahren und mich bei ihm beworben. Wir sind uns dann recht schnell einig geworden. Bis Ende März steht mir Thomas noch helfend zur Seite. Anschließend werde ich es alleine schaffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-lehre-bei-franz-amp-sue">Lehre bei „Franz &amp; Sue“</h3>



<p>Seit genau zwei Jahren bin ich jetzt österreichischer Staatsbürger. Ich habe im Architekturbüro „Franz &amp; Sue“ eine Lehre als bautechnischer Zeichner absolviert und bis vor kurzem dort auch gearbeitet. Nebenher habe ich mein eigenes Fotostudio betrieben und viele Menschen, viele Events und auch immer wieder Architektur fotografiert.</p>



<p>Ein Fixpunkt in meinem Arbeitsjahr war und ist auch weiterhin der Flüchtlingsball im Wiener Rathaus. Da baue ich immer meine eigene Fotobox auf, einen Fotoautomat, der hochauflösende und perfekt belichtete Erinnerungsfotos schießt. Das ist inzwischen eine richtige Institution, da warten die Menschen in langen Schlangen auf ihren Moment.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-alte-fotos-werden-restauriert">Alte Fotos werden restauriert</h3>



<p>Dass ich jetzt ein richtiges Geschäft habe, ist natürlich eine ganz besondere Herausforderung. Ich habe viele Ideen, viele Pläne. Ich will das Fotostudio adaptieren und auch zur Vermietung bereitstellen. Ich werde das Fotolabor weiter betreiben und dabei natürlich auch das Potential der Künstlichen Intelligenz intensiv nutzen. Immer wieder kommen Menschen mit alten Fotos, die sie modernisiert haben wollen, also zum Beispiel schwarz-weiß auf Farbe. Oder Kratzer und Flecken entfernen.</p>



<p>Abgesehen vom Kamera-, Film- und Rahmenverkauf steht im Geschäft vor allem der Serviceaspekt im Mittelpunkt: Menschen brauchen nicht nur Beratung, sondern manchmal auch wirklich Unterstützung. Wenn jemand aus irgendeinem Grund nicht aus dem Haus gehen kann, aber dringend Passfotos braucht, dann werde ich natürlich auch Hausbesuche machen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24442" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/02/louai-abdul-fattah_CM89307_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Ich habe viele Ideen, viele Pläne&#8220;, sagt Louai Abdul Fattah über sein Geschäft auf der Praterstraße. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Von den Läden, die mein Vater in Damaskus betrieben hat, ist heute nichts mehr übrig. Das liegt alles in Schutt und Asche. Vieles wurde gestohlen. 2016 ist er mit der Familie nach Wien gekommen. Seither ist unsere Kernfamilie – Eltern und wir sechs Geschwister – komplett in Wien.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-der-vater-soll-mitarbeiten">Der Vater soll mitarbeiten</h3>



<p>Ich würde mich sehr freuen, wenn ich das Geschäft möglichst schnell so gut zum Laufen bringe, dass ich meinen Vater anstellen und beschäftigen kann. Wer als anerkannter Flüchtling drei Jahre Berufstätigkeit nachweisen kann und keine staatlichen Hilfen bezieht, kann sich um die Staatsbürgerschaft bewerben. Das wäre natürlich wünschenswert.</p>



<p>Mein Leben im zweiten Bezirk genieße ich sehr, auch wenn ich abseits der Arbeit wenig in der Öffentlichkeit bin. Ich wohne in einem Gemeindebau in der Nähe vom Nordbahnhof, bin also mitten in der Stadt: Die U1 und die U2 sind vor der Tür, es gibt jede Menge Straßenbahnen, perfekt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-viele-freunde-viel-familie">Viele Freunde, viel Familie</h3>



<p>Die meiste Freizeit verbringe ich aber mit der Familie. Lokale besuche ich inzwischen nur noch selten. Früher war ich viel unterwegs. Ich hab viele Bekannte in der Stadt und auch wirklich gute, enge Freunde. Aber jetzt hat eine neue Lebensphase für mich begonnen: die erwachsene Zeit. Ich muss mich jetzt auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Links:</em><br><a href="http://www.louaiabdulfattah.com/">www.louaiabdulfattah.com</a><br><a href="http://www.fotosoyka.at/">www.fotosoyka.at</a></p>
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		<title>Viele Hüte für einen Kopf</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/leopoldstadt-sozialarbeit-viele-huete-fuer-einen-kopf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Karin Pointner, 41, wohnt am Augarten, zieht als Sozialarbeiterin und Bürgerbeteiligerin aber ihre Spuren quer durch die Stadt.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Karin Pointner, 41, wohnt am Augarten, zieht als Sozialarbeiterin und Bürgerbeteiligerin aber ihre Spuren quer durch die Stadt.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-1024x768.jpg" alt="Die Sozialarbeiterin Karin Pointer steht mit ihrem Fahrrad auf dem Gaußplatz. " class="wp-image-24256" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-1024x768.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-300x225.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-768x576.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-1536x1152.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/karin-pointner_24-01-26_CM89198_c-mavric-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zu ihren Arbeitsstellen im 15. und 21. Bezirk fährt sie meistens mit dem Fahrrad: Karin Pointner auf dem Gaußplatz. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Mir schien der Zweite immer stark überbewertet. Ich habe vorher im 15., im 17. und im neunten Bezirk gewohnt. Aber 2017 bin ich eher durch Zufall an die Wohnung in der Lampigasse gekommen, direkt hinter <a href="https://www.zwischenbruecken.at/report/sportplaetze-im-augarten-teuer-saniert-wenig-benutzt/">dem Augarten</a> also.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-buffet-im-innenhof">Buffet im Innenhof</h3>



<p>Und siehe da: Ich liebe die Leopoldstadt. Nicht nur, weil es so viel Grün gibt. Vor allem auch wegen der Menschen. In unserem Genossenschaftshaus gibt es einen Gemeinschaftsraum und einen Innenhof. Zwei Orte, wo sich Leute treffen können ohne Konsumverpflichtung. Wo jeder so mitmachen kann, wie er oder sie das möchte. Man kann etwas zum Buffet beisteuern, man kann aber auch nur zuschauen.</p>



<p>Ich hab zweimal ein Gartencafé organisiert, einen Aushang gemacht, Einladungen in die Briefkästen gesteckt. Und die Nachbar*innen kommen, sitzen, essen, reden. Und freuen sich. Irgendwann hat mir jemand eine Tafel Schokolade in den Briefkasten gesteckt und einen Zettel dazu. Dieser Mensch hat sich anonym bei mir für das Organisieren bedankt und dazu erklärt, warum er sich darüber so gefreut hat: Weil nicht jeder in der Lage ist, so etwas zu organisieren. Das hat mich berührt und ermutigt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-erkundigungen-online">Erkundigungen online</h3>



<p>Beeindruckt bin ich von der jüdischen Geschichte im Bezirk, die nicht nur in den Straßen und Gassen, sondern intensiv auch über Online-Spaziergänge zu erkunden ist. Nach und nach habe ich mir die vielen&nbsp;<em>Steine der Erinnerung</em>&nbsp;und <a href="https://www.zwischenbruecken.at/report/kein-geld-fuer-neue-synagoge-in-der-leopoldstadt/">alle möglichen Orte</a> genauer angeschaut.</p>



<p>In meiner Nachbarschaft lebt eine jüdisch-orthodoxe Familie, mit der ich auch gut in Kontakt bin. Das liegt vermutlich auch an meiner sehr zugänglichen, um nicht zu sagen: neugierigen Art. Gerade im Umgang mit Menschen sehe ich den Sinn des Lebens.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-17562" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-1024x768.jpeg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-300x225.jpeg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-768x576.jpeg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-1536x1152.jpeg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2025/03/Jued-Leben-2048x1536.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Beeindruckt bin ich von der jüdischen Geschichte im Bezirk&#8220;: Karin Pointner hat sich auch näher mit den Steinen der Erinnerung befasst. Foto: Bernhard Odehnal</figcaption></figure>
</div>


<p>Zum Glück kann ich das in meinen diversen beruflichen Tätigkeiten gut ausleben. Ursprünglich habe ich Internationale Entwicklung studiert. Weil das aber kaum mit Praxis verbunden war, habe ich keinen passenden Job gefunden. Ich wollte also etwas Handfestes lernen und habe zusätzlich Soziale Arbeit und Sozialwirtschaft studiert. Das war gut so.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-eine-anstellung-drei-jobs">Eine Anstellung, drei Jobs</h3>



<p>Seit 2017 bin ich bei der&nbsp;<em>Caritas Stadtteilarbeit</em>&nbsp;angestellt und habe dort eigentlich drei unterschiedliche Jobs. Direkt für die Caritas Stadtteilarbeit bin ich in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Außerdem arbeite ich in der&nbsp;<em>Gebietsbetreuung Stadterneuerung</em>&nbsp;für die Bezirke 19 und 21.</p>



<p>Der dritte Bereich ist das „Grätzllabor Rudolfsheim-Fünfhaus“, wo ich im Sinn einer nachhaltigen Bezirksentwicklung Bürger<em>innen, Politiker</em>innen und Stadtverwaltung vernetze. Inzwischen bin ich recht gut darin, mir mehrmals die Woche einen anderen Hut aufzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-sozialarbeit-in-floridsdorf">Sozialarbeit in Floridsdorf</h3>



<p>Im 21. Bezirk bin ich Sozialarbeiterin. Wir haben am Schlingermarkt ein Büro. Da kommen Menschen hin, die Unterstützung suchen. Ich höre zu, bestärke sie, verweise sie weiter, helfe bei Antragstellungen. Oft geht es um Gebührenbefreiungen, auf die Bezieher*innen der Mindestsicherung Anspruch haben.</p>



<p>Mein Endgegner auf diesem Feld ist die OBS, die&nbsp;<em>ORF-Beitrags Service GmbH</em>. Man glaubt nicht, wie komplex so ein Antrag sein kann. Kein Wunder, dass viele Menschen an ihre Grenzen stoßen. Oft geht es zuerst einmal darum, die komplexe Amtssprache in einfache Sprache zu übersetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-strassenarbeit-in-rudolfsheim-funfhaus">Straßenarbeit in Rudolfsheim-Fünfhaus</h3>



<p>Im Grätzllabor im 15. Bezirk habe ich kein Büro, sondern bin dort, wo die Menschen sind. Auf der Straße. Wir begleiten zivilgesellschaftlich engagierte Bewohner*innen, die sich für Begrünungsmaßnahmen, Mobilitätsthemen oder Umgestaltungen im öffentlichen Raum einsetzen.</p>



<p>Ganz eng arbeite ich mit der Gruppe „Grau wird Grün“, die in kurzer Zeit schon sehr viel erreicht hat. Sie motiviert Gießpat*innen, errichtet Mikro-Vorgärten auf den Gehsteigen, verwandelt Parkplätze in grüne Parklets und regt Fassadenbegrünungen an. Da bin ich in einer Management-Rolle für das Gemeinwesen tätig.</p>



<div class="wp-block-group alignfull bg-zb-green"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
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                                  Für den Versand unserer Newsletter nutzen wir rapidmail. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass die eingegebenen Daten an rapidmail übermittelt werden. Beachten Sie bitte auch die AGB und Datenschutzbestimmungen.
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                                Vielen Dank für Ihre Anmeldung!
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                                Wir haben Ihnen auch schon die erste E-Mail geschickt und bitten Sie, Ihre E-Mail-Adresse über den Aktivierungslink zu bestätigen.
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<p>Weil Menschen, die sich privat engagieren, meist abends Zeit für ihre Aktivitäten haben, sind die Tage bei mir oft lang. Aber ich sorge dafür, dass meine privaten Interessen nicht zu kurz kommen.</p>



<p>Ich fühle mich aus dem zweiten auch sehr zum 20. Bezirk hingezogen. Die vielen Lokale, die vielen Initiativen, in die man sich einklinken kann, habe und nutze ich gern. Die – stadtplanerisch noch immer arg vernachlässigte – Wallensteinstraße liegt mir so gesehen näher als die Taborstraße.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-im-fanclub-des-eurovision-songcontests">Im Fanclub des Eurovision-Songcontests</h3>



<p>Ich fahre wahnsinnig gern Fahrrad. Dazu habe ich aufgrund der weiten Wege zwischen den Bezirken im Arbeitsalltag viel Gelegenheit. Ich gehe ins Cross-Fit-Studio, spiele in einer Floorball-Mannschaft und gehe mit meinem Freund in die Kletter-Halle. Ich singe im bunt gemischten „<em>Bester Chor vor der Autobahn</em>“. Außerdem bin ich leidenschaftlich Fan, also mit anderen Menschen in Fanclubs verbunden, etwa im&nbsp;<em>Eurovision&nbsp;Songcontest-Fanclub</em>&nbsp;und in dem des&nbsp;<em>Wiener Sport-Club.</em></p>



<p>All das hat sich erst entwickelt, nachdem ich meine steirische Heimat verlassen habe. Ich war bis zur Matura eine sehr strebsame, sehr brave Tochter. Dass ich so eine Plaudertasche, so extrovertiert und so sportlich werde, war nicht absehbar. Wien hat das möglich gemacht.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer </em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p>Links:<br><a href="https://www.caritas-stadtteilarbeit.at">https://www.caritas-stadtteilarbeit.at</a><br><a href="https://besterchorvorderautobahn.wordpress.com">https://besterchorvorderautobahn.wordpress.com</a><br><a href="https://www.gbstern.at/nord">https://www.gbstern.at/nord</a></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Wir müssen lernen, andere Meinungen auszuhalten”</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/judith-kohlenberger-wir-muessen-lernen-andere-meinungen-auszuhalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Soziologin Judith Kohlenberger, 39, lebt in der Krieau und leitet ein neues Institut an der WU. Dort forscht sie auch, mit welchen Argumenten Migration-Skeptiker erreichbar sind.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Soziologin Judith Kohlenberger, 39, lebt in der Krieau und leitet ein neues Institut an der WU. Dort forscht sie auch, mit welchen Argumenten Migration-Skeptiker erreichbar sind.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24045" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88758_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Seit 2025 leitet Judith Kohlenberger das das „Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM)“ an der WU. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Eigentlich bin ich ein sehr lustiger Mensch, leicht zu unterhalten. Ich lache gerne und laut. Aber in der Öffentlichkeit geht das unter, weil es bei den Themen, zu denen ich arbeite und rede, wenig zu lachen gibt. Ich habe mich vergangenes Jahr in Soziologie habilitiert. Seit 2015 konzentriere ich mich aber auf die Flucht- und Migrationsforschung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-genug-vom-akademischen">Genug vom Akademischen</h3>



<p>Nach dem Studienabschluss hatte ich eigentlich genug vom Akademischen. Das Verfassen meiner Dissertation war über weite Strecken ein einsames Tun, meine Bücher, mein Computer und ich. Ich habe mir deshalb eine Stelle in der Administration der WU Wien gesucht, in der Hoffnung, dass ich es da wieder mit Menschen zu tun habe. Und das hat sich als absoluter Glücksfall erwiesen.</p>



<p>Der Demograf und damalige WU-Professor Wolfgang Lutz hat mich im Sommer 2015 in sein Team gebeten und mit einer Mathematikerin zusammengespannt. Wir sollten für einen&nbsp;<em>rapid response survey</em>&nbsp;ins Feld gehen und herausfinden, wer die in diesem Sommer zu uns geflüchteten Menschen eigentlich sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-auftakt-zur-fluchtforschung">Auftakt zur Fluchtforschung</h3>



<p>Also haben wir die Notunterkünfte besucht und Menschen befragt. Das war sehr wertvoll. Einerseits wurden dabei viele Wissenslücken offenbar – abgesehen vom Geburtsjahr und der Nationalität dieser Menschen wusste man kaum etwas über sie. Andererseits hat sich aus diesem Impuls die Fluchtforschung in Österreich erst so richtig entwickelt.</p>



<p>Zehn Jahre später konnte ich die erste einschlägig fokussierte Einrichtung in Österreich mitbegründen, das „Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM)“ an der Wirtschaftsuniversität Wien. Unter meiner Leitung sind 20 affiliierte Wissenschafter*innen aus allen möglichen Bereichen und Themenfeldern tätig: Ökonomie, Rechts- und Sozialwissenschaften, Klima, Nachhaltigkeit, Interkulturelle Kommunikation. Wir setzen auf interdisziplinäres Arbeiten, fachliche und methodische Exzellenz sowie den Austausch mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-24053" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-1024x678.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-300x199.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-768x509.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-1536x1017.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/spielfeld_2015-2048x1356.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Wir sollten herausfinden, wer die zu uns geflüchteten Menschen eigentlich sind&#8220;: Syrische Flüchtlinge am Grenzübergang Nickelsdorf 2015. Foto: Bernhard Odehnal</figcaption></figure>
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<p>Unübersehbar und messbar nimmt der soziale Zusammenhalt in unseren Gesellschaften immer weiter ab. Die extremen Enden des Meinungsspektrums werden stärker, die Mitte schmilzt. Der klassischen Erzählung zufolge liege das an dem Umstand, dass die Politik mit dem Thema Migration viel zu lange viel zu lasch umgegangen sei und deshalb die Rechten immer stärker würden. Um sie zu stoppen, müsse die Politik einfach nur viel rigidere Maßnahmen setzen, quasi den Rechten entgegenkommen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-brutalisierung-an-den-grenzen">Brutalisierung an den Grenzen</h3>



<p>Diese These lässt sich mit politikwissenschaftlichen Erkenntnissen klar widerlegen. Die Migrationspolitik ist keinesfalls liberaler geworden, im Gegenteil: Sie lässt an den Außengrenzen abertausende Menschen sterben, sie lässt rechtswidrig&nbsp;<em>push backs</em>&nbsp;durchführen, die zahllosen Rechtsbrüche bleiben defacto konsequenzlos.</p>



<p>Dazu kommt, dass die Brutalisierung an den Grenzen auch nach innen wirkt. Wir gewöhnen uns Schritt für Schritt daran. Und wer jemals geglaubt hat, dass solche Maßnahmen immer nur die Fremden, die Illegalen, die Anderen treffen werden, sieht heute in den USA – Stichwort ICE – wie schnell sich die Brutalität auch gegen die eigene Bevölkerung richten kann. Das Ende der Fahnenstange haben wir längst nicht erreicht.</p>



<p>Soweit der negative Befund. Aber es gibt nie nur den einen gesellschaftlichen Trend. Gerade jetzt sehen wir parallellaufend auch gegenteilige Entwicklungen. Etwa das Erstarken der Sanctuary Cities, also jener Städte und Gemeinden, die sich dazu verpflichten, ihre Kooperation mit dem repressiv agierenden Staat einzuschränken und undokumentierte Migranten nicht an ICE auszuliefern. Oder schauen wir nach Spanien: Dort werden hunderttausende irregulär aufhältige Migranten legalisiert, weil man verstanden hat, dass die Wirtschaft und das Steuersystem sie brauchen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-boomer-brauchen-pflege">Boomer brauchen Pflege</h3>



<p>Eigennutz! Das ist das Stichwort, wenn es darum geht, Einstellungen zu verändern. Ja, die Menschenrechte stehen unter Beschuss, sie werden immer weiter eingeschränkt, sie sind in Gefahr. Aber mit diesem Argument sind Migrations-Skeptiker kaum zu erreichen. Wenn Menschen aber verstehen, dass Arbeitsmärkte Zuwanderung brauchen und dass diese Zuwanderung niemandem etwas wegnimmt, sondern im Gegenteil, uns alle bereichert, dann lassen sich Einstellungen verändern.</p>



<p>Die Generation der Boomer kommt langsam in die Phase der Pflegebedürftigkeit. Dieser Bedarf lässt sich ohne Zuwanderung unmöglich decken. Aus dieser Perspektive ist unser Institut an der Wirtschaftsuni genau richtig platziert.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-wohnung-im-viertel-zwei">Wohnung im Viertel Zwei</h3>



<p>Aber auch persönlich fühle ich mich in dieser Umgebung sehr wohl. Ich wohne in der Nachbarschaft, im wunderbaren Viertel Zwei. Aus unserem Büro im dritten Stock überblicke ich den architektonisch reizvollen Campus und den grünen Prater, wo ich mich oft aufhalte, zum Laufen, Radeln, Picknicken oder meinen Neffen im Kinderwagen vor mich herschiebend. Es ist ein Privileg, hier auch beruflich tätig sein zu dürfen und für eine Arbeit &#8211; meistens zumindest &#8211; bezahlt zu werden, die ich gerne und mit großer Dankbarkeit mache.</p>



<p>Ja, ich habe manchmal lange Tage. 2025 habe ich drei Bücher und zahllose Artikel veröffentlicht, mich habilitiert, ein Institut aufgebaut, zig Interviews gegeben, hunderte Hatemails gelöscht und meinen letzten 30er gefeiert. Stimmt, das ist viel. Aber ich kriege auch sehr viel zurück. Und: Ohne all das wär’s auch irgendwie fad.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-jugend-an-der-grenze">Jugend an der Grenze</h3>



<p>Ich bin in Wallern, im Burgenland, an der ungarischen Grenze aufgewachsen, ganz in der Nähe der Brücke von Andau. 1956 sind hier 70.000 Menschen aus Ungarn geflüchtet. Später, da war die Brücke längst gesprengt, sind die Menschen durch den Einser-Kanal geschwommen.</p>



<p>Ab 1990 war die Grenze offen, aber es gab Grenzkontrollen mit langen Staus, an die ich mich noch gut erinnern kann. Ab 2004, mit der EU-Osterweiterung, war die Grenze gefühlt „weg“, weil Ungarn damit auch den Schengenraum betrat. All das hat mich geprägt. Ich habe miterlebt, wie sehr sich Grenzen, so hart sie manchmal sein können, auch durch Zufälligkeiten, durch Willkürlichkeiten verändern.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-24059" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/judith-kohlenberger_13-01-26_CM88811_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Arbeitsplatz an der WU Wien erwies sich für Judith Kohlenberger als „absoluter Glücksfall&#8220;. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
</div>


<p>Meine Mutter war Lehrerin, mein Vater hat immer in Wien gearbeitet. Er war und ist klar rechtsorientiert. Wir hatten es nicht immer leicht miteinander. Und auch das hat mich geprägt: Ich war immer herausgefordert, ich musste argumentieren. Wenn ich heute in einer Diskussion meinen Standpunkt formuliere, weiß ich oft schon, was das Gegenargument sein wird – nämlich das, was mein Papa sagen würde. Wenn er zu meinen Lesungen oder Vorträgen kommt, sieht er zwar inhaltlich vieles anders als ich, aber kann trotzdem stolz auf seine Tochter und ihre Karriere sein.</p>



<p>Vielleicht ist es diese Ambiguität und diese Gleichzeitigkeit, die wir als Gesellschaft wieder aushalten lernen müssen. So wie auch andere Meinungen, Erfahrungen und Lebensrealitäten. Es bleibt uns auch nichts anderes übrig, so wir dieser Gesellschaft noch eine Chance auf ein echtes Miteinander einräumen: Wir werden miteinander auskommen müssen. Durchs reine Ab- und Ausgrenzen ist nichts gewonnen, durch radikale Zugewandtheit und wohldosierte Empathie aber schon recht viel.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>



<p><em>Links:</em><br><a href="https://www.wu.ac.at/forschungsinstitut-fuer-flucht-und-migrationsforschung-und-management-form">www.wu.ac.at/forschungsinstitut-fuer-flucht-und-migrationsforschung-und-management-form</a><br><a href="http://www.judithkohlenberger.com">www.judithkohlenberger.com</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/judith-kohlenberger-wir-muessen-lernen-andere-meinungen-auszuhalten/">„Wir müssen lernen, andere Meinungen auszuhalten”</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zwischenbruecken.at">Zwischenbrücken</a>.</p>
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		<title>„Ihr wollt mich nicht als Wählerin? Ihr kriegt mich als Bezirksrätin&#8220;</title>
		<link>https://www.zwischenbruecken.at/menschen/ihr-wollt-mich-nicht-als-waehlerin-ihr-kriegt-mich-als-bezirksraetin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ernst Schmiederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2026 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Elektro-Ingenieurin Anne Glatt, 36, engagiert sich in der Klimagerechtigkeitsbewegung und in der Leopoldstädter Bezirkspolitik</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Die Elektro-Ingenieurin Anne Glatt, 36, engagiert sich in der Klimagerechtigkeitsbewegung und in der Leopoldstädter Bezirkspolitik</em>.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-1024x683.jpg" alt="Anne Glatt, Bezirksrätin der Partei LINKS in der Leopoldstadt. " class="wp-image-23883" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/anna-glatt_09-01-26_CM88702_c-mavric-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sie sucht eine neue berufliche Herausforderung: Anne Glatt, Bezirksrätin der Partei LINKS. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Ich habe am&nbsp;<em>Karlsruher Institut für Technologie</em>&nbsp;meinen Abschluss in Elektro- und Informationstechnik gemacht. Nach dem Abitur 2009 wusste ich erst nicht so recht, was ich machen soll. Aber da hat mir die Politik den Weg gewiesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-spezialisiert-auf-erneuerbare-energien">Spezialisiert auf Erneuerbare Energien</h3>



<p>Die Merkel-Regierung hat damals den vereinbarten Atomausstieg durch eine Laufzeitverlängerung der AKWs gekippt, was mich ziemlich geärgert hat. Dadurch war mir klar, in welche Richtung ich gehen musste. Durch das Grundstudium habe ich mich eher durchgequält. Aber mit der Spezialisierung auf Erneuerbare Energien hat das Sinn gemacht. Ein paar Jahre lang war ich dann in einem kleinen bayrischen Unternehmen als Entwicklungsingenieurin für Brennstoffzellensysteme tätig.</p>



<p>Politisch bin ich in der Klimagerechtigkeitsbewegung zuhause. Eine Weile habe ich in München versucht, mich bei den Grünen zu engagieren. Da habe ich verstanden, dass so ein hierarchischer Parteiapparat nicht meinen Vorstellungen von politischer Arbeit entspricht. Ich habe dann bei allen möglichen Protesten und Besetzungen in Deutschland mitgemacht. Gegen Braunkohle. Gegen Automobilausstellungen. Und eben für Klimagerechtigkeit.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-doktortitel-war-nicht-wichtig">Doktortitel war nicht wichtig</h3>



<p>Seit sechs Jahren bin ich jetzt in Wien. Über Freund*innen in der Klimagerechtigkeitsszene bin ich in die Stadt gekommen und konnte an der TU Wien als Doktorandin andocken. Das war allerdings schwierig, weil Corona dazwischenkam. Außerdem ist mir klar geworden, dass mir so ein Doktortitel eigentlich nicht wichtig genug ist. Warum sollte ich meine Zeit damit vergeuden, wenn ich anderswo viel mehr bewirken könnte?</p>



<p>Drei Jahre lang habe ich dann im Umweltbundesamt als Fachexpertin im Bereich Mobilität gearbeitet. Das schien mir lange sinnvoll zu sein, mittlerweile suche ich aber eine neue berufliche Herausforderung.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-ein-viertel-als-betonwuste">Ein Viertel als Betonwüste</h3>



<p>Seit zwei Jahren wohne ich jetzt in einem Genossenschaftshaus im Nordbahnviertel, gleich bei der Endstation der Linie O. Das ist schön, weil es nicht weit ist zur Donau und zu meinen Jogging-Strecken im Grünen. Aber im Grunde ist das Viertel über weite Strecken eine Betonwüste, die mit Blick auf den Klimawandel und Hitzeperioden dringend umgestaltet werden muss.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-23901" srcset="https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-1024x683.jpg 1024w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-300x200.jpg 300w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-768x512.jpg 768w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-1536x1024.jpg 1536w, https://www.zwischenbruecken.at/wp-content/uploads/2026/01/nordbahnviertel_18-11-25_c-mavric_CM83406-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Mit Blick auf den Klimawandel müsste das dringend umgestaltet werden&#8220;, sagt Anne Glatt über das Nordbahnviertel. Foto: Christopher Mavrič</figcaption></figure>
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<p>Derzeit konzentriere ich mich auf mein Mandat als Bezirksrätin von LINKS im zweiten Bezirk. Bei der Nationalratswahl 2024 war ich ziemlich frustriert. Nicht nur weil ein weiterer Rechtsruck absehbar war. Sondern auch, weil mir wegen meines deutschen Passes hier keine Stimme in dieser Sache zugestanden wird. Ich bin schon jahrelang da, spreche und verstehe sogar die Sprache, aber ich darf nicht mitbestimmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-von-der-teilnahme-ausgeschlossen">Von der Teilnahme ausgeschlossen</h3>



<p>2025, also im Wiener Jahr der Demokratie, waren 38 Prozent der im zweiten Bezirk lebenden Menschen so wie ich von der Teilnahme ausgeschlossen und durften auf Gemeinderatsebene nicht wählen.</p>



<p>Auf Bezirksebene dürfen aber wenigstens EU-Bürgerinnen wählen und kandidieren. Also habe ich mir überlegt: Wenn ihr mich als Wählerin auf Gemeindeebene nicht wollt, dann werdet ihr mich mit meiner Expertise eben als Bezirksrätin kriegen. Und so kam es auch. Gemeinsam haben KPÖ und LINKS in der Leopoldstadt vier Mandate errungen. Am 3. Juni wurden wir als Bezirksrätinnen angelobt. Und seither versuchen wir, möglichst sinn- und phantasievolle Dinge einzubringen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-geld-fur-einen-monster-tunnel">Geld für einen Monster-Tunnel?</h3>



<p>Wirklich schlimm mit Blick auf Wien ist in diesem Jahr natürlich das drohende Monster Lobau-Tunnel. Man führe sich das nochmal vor Augen: 2026 gibt es Geld für genau gar nichts, an allen Ecken und Enden wird gestrichen und gespart, beim Sozialen so wie bei der Kultur. Aber für eine Autobahn gibt es Geld? Das ist fatal und gegen jede fachliche Expertise.</p>



<p>Ein anderes Thema: 2025 gab es in der Leopoldstadt drei Femizide. Gewaltschutz für Frauen, Mädchen und FLINTA* muss damit ins Zentrum rücken. Da braucht es konkrete Maßnahmen, die wir über entsprechende Anträge in die Diskussion bringen wollen.</p>



<p>Und zuletzt diese Sport-und-Fun-Halle in der Venediger Au. Nie werde ich verstehen, warum man dafür eine so große Grünfläche versiegeln musste. Eigentlich hätte man die 6-spurige Straße daneben beschneiden müssen. Aber ich gestehe: Es ist schwierig für mich, die Halle konsequent zu boykottieren. Irgendwann werde ich wohl schwach werden und zum Badminton Spielen dorthin gehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="h-bergsteigen-trotz-hohenangst">Bergsteigen trotz Höhenangst</h3>



<p>Das gehört neben dem Joggen, dem Fahrradfahren und dem Bergsteigen zu meinen Leidenschaften abseits der Politik. Ich komme aus einem kleinen Dorf beim Schwarzwald, Stadelhofen, hart an der französischen Grenze. Meine Eltern betreiben dort im Nebenerwerb einen Obstbau. Das Bergsteigen wurde mir also nicht in die Wiege gelegt. Aber während eines Studienjahres in Chile konnte ich gar nicht anders. Landschaft und Berge sind so atemberaubend schön dort, dass sie mich trotz meiner Höhenangst angezogen haben.</p>



<p>Gerne verbinde ich die beiden Sportarten auch. 2024 bin ich mit dem Fahrrad von Rieka durch Kroatien und weiter bis nach Shkodra in Albanien gefahren und dort in die Berge gegangen. Zehn Tage lang über den&nbsp;<em>Peaks of The Balkans</em>&nbsp;genannten Trail.</p>



<p>Die Region hat mich so fasziniert, dass ich im nächsten Jahr mit dem Rad von Graz aus durch Bosnien gefahren bin. Und weil ich finde, dass ich jetzt langsam zumindest auch eine slawische Sprache können sollte, habe ich nebenher ein Studium der Slawistik begonnen. Mal sehen, wie das weitergeht.</p>



<p><em>Aufgezeichnet von Ernst Schmiederer</em><br>(<a href="http://www.ernstschmiederer.com/">www.ernstschmiederer.com</a>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zwischenbruecken.at/menschen/ihr-wollt-mich-nicht-als-waehlerin-ihr-kriegt-mich-als-bezirksraetin/">„Ihr wollt mich nicht als Wählerin? Ihr kriegt mich als Bezirksrätin&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zwischenbruecken.at">Zwischenbrücken</a>.</p>
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