„Was ich mir wünsche für Wien: mehr Empathie“
Der Jazzgeiger Rudi Berger, 71, machte in den USA und Brasilien Karriere. Dann zog es ihn zurück ins Volkertviertel – dem Grätzl seiner Jugend.
Der Jazzgeiger Rudi Berger, 71, machte in den USA und Brasilien Karriere. Dann zog es ihn zurück ins Volkertviertel – dem Grätzl seiner Jugend.
Der Architekt Angelo Stagno, 64, will für den Kampf gegen die Klimakrise die Flaktürme im Augarten nutzen – und sie mit Regenwasser füllen.
Die Psychotherapeutin Anita Iberer, 61, arbeitet in ihrer Praxis beim Gaußplatz und stärkt sich zwischendurch mit georgischem Liedgut.
Elena Dovgopol (51) kümmert sich mit ihrem Mann Armen Yaralyan (52) im „Schuh- und Schlüsselservice“ auf der Taborstraße um die verschiedensten Bedürfnisse und Notlagen.
Markus Marterbauer, 61, wuchs in Oberösterreich auf und lebt seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt geht er gerne zu Fuß.
Kashif Ali, 39, stammt aus Pakistan und führt den „Ranastore – Internationaler Supermarkt“ beim Praterstern. Nun plant er Größeres in den Emiraten.
Von der Jahrhundertwende bis in die Zwischenkriegszeit streifte er „undercover” durch die Unterwelt des 2 Bezirks. Seine Sozialreportagen gelten heute als journalistische Meisterwerke. Dass Max Winter auch Politiker war, ist hingegen fast vergessen.
Die Rauchfangkehrermeisterin Sophie Szönyi, 26, kehrt Kamine in der Leopoldstadt und merkt täglich auf der Straße, wie beliebt ihr Berufsstand ist.
Cappar Hajo, 37, leitet die Wiener Bildungsakademie in der Praterstraße und sorgt sich um seine kurdischen Verwandten im syrischen Rojava.
Der aus Syrien stammende Fotograf Louai Abdul Fattah, 29, hat das „Fotostudio & Fotolabor Soyka“ auf der Praterstraße übernommen – und will Service in den Mittelpunkt stellen.
Karin Pointner, 41, wohnt am Augarten, zieht als Sozialarbeiterin und Bürgerbeteiligerin aber ihre Spuren quer durch die Stadt.
Die Soziologin Judith Kohlenberger, 39, lebt in der Krieau und leitet ein neues Institut an der WU. Dort forscht sie auch, mit welchen Argumenten Migration-Skeptiker erreichbar sind.