„Ich bin in Wien ja selbst ein Zugewanderter“
Markus Marterbauer, 61, wuchs in Oberösterreich auf und lebt seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt geht er gerne zu Fuß.
Markus Marterbauer, 61, wuchs in Oberösterreich auf und lebt seit 25 Jahren in der Leopoldstadt. Zu seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt geht er gerne zu Fuß.
Kashif Ali, 39, stammt aus Pakistan und führt den „Ranastore – Internationaler Supermarkt“ beim Praterstern. Nun plant er Größeres in den Emiraten.
Von der Jahrhundertwende bis in die Zwischenkriegszeit streifte er „undercover” durch die Unterwelt des 2 Bezirks. Seine Sozialreportagen gelten heute als journalistische Meisterwerke. Dass Max Winter auch Politiker war, ist hingegen fast vergessen.
Die Rauchfangkehrermeisterin Sophie Szönyi, 26, kehrt Kamine in der Leopoldstadt und merkt täglich auf der Straße, wie beliebt ihr Berufsstand ist.
Cappar Hajo, 37, leitet die Wiener Bildungsakademie in der Praterstraße und sorgt sich um seine kurdischen Verwandten im syrischen Rojava.
Der aus Syrien stammende Fotograf Louai Abdul Fattah, 29, hat das „Fotostudio & Fotolabor Soyka“ auf der Praterstraße übernommen – und will Service in den Mittelpunkt stellen.
Karin Pointner, 41, wohnt am Augarten, zieht als Sozialarbeiterin und Bürgerbeteiligerin aber ihre Spuren quer durch die Stadt.
Die Soziologin Judith Kohlenberger, 39, lebt in der Krieau und leitet ein neues Institut an der WU. Dort forscht sie auch, mit welchen Argumenten Migration-Skeptiker erreichbar sind.
Die Elektro-Ingenieurin Anne Glatt, 36, engagiert sich in der Klimagerechtigkeitsbewegung und in der Leopoldstädter Bezirkspolitik
Der gebürtige Leopoldstädter Max Steiner bereicherte mit seinen Kompositionen Filme wie Casablanca oder Vom Winde verweht. Seine Geburtsstadt hat den dreifachen Oscar-Preisträger dennoch fast vergessen.
In der Jägerstraße erinnert eine Gedenktafel an den Kommunisten Fritz Hedrich. Seine Geschichte ist eng verknüpft mit einem der übelsten Verräter in der NS-Zeit.
Der Schriftsteller Doron Rabinovici, 64, lebt seit über 20 Jahren in der Leopoldstadt. Aus seinem Fenster blickt er auf das vernichtete, aber auch das neu aufblühende jüdische Leben.